Union fällt auf 20 Prozent: AfD baut Vorsprung auf neun Punkte aus
Union bei 20 Prozent: AfD nun neun Punkte voraus

Union stürzt auf 20 Prozent: AfD baut Vorsprung auf neun Punkte aus

Berlin – Die jüngste YouGov-Sonntagsfrage beschert CDU und CSU einen herben Rückschlag. Die Union fällt auf 20 Prozent – ein neuer Negativrekord. Gleichzeitig legt die AfD auf 29 Prozent zu und vergrößert ihren Abstand auf neun Prozentpunkte. Das ist der größte jemals zwischen beiden Parteien gemessene Unterschied.

Im Vergleich zur letzten Umfrage vom 12. Mai verliert die Union zwei Prozentpunkte, während die AfD einen Punkt hinzugewinnt. Der Abstand wuchs damit von sechs auf neun Prozentpunkte an. Für Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und CSU-Chef Markus Söder (59) wird die Lage zunehmend bedrohlicher.

Mögliche Koalitionen werden knapp

Mit diesen Werten wäre eine Regierungsbildung ohne die AfD äußerst schwierig. Ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen käme auf 46 Prozent – eine knappe Mehrheit. Alternativ wird eine Minderheitsregierung immer wahrscheinlicher. Die AfD unter den Parteichefs Alice Weidel (47) und Tino Chrupalla (51) ist nun klar stärkste Kraft.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Grüne legen zu, SPD verliert

Die Grünen können um einen Punkt auf 14 Prozent zulegen und bleiben drittstärkste Kraft. Die SPD hingegen verliert einen Punkt und fällt auf 12 Prozent – gleichauf mit der Linken, die ebenfalls 12 Prozent erreicht. Für Vizekanzler Lars Klingbeil (48) und die SPD sind das enttäuschende Werte.

Die FDP unter dem neuen Parteichef Wolfgang Kubicki (74) gewinnt einen Punkt auf fünf Prozent und würde den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen. Das BSW von Sahra Wagenknecht (56) bleibt unverändert bei vier Prozent und verpasst damit die Fünf-Prozent-Hürde. Die sonstigen Parteien erreichen zusammen fünf Prozent.

Die Online-Umfrage wurde vom 12. bis 15. Juni unter 2154 Befragten durchgeführt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration