Tunesien feuert Trainer Lamouchi nach WM-Auftaktpleite - Renard übernimmt
Tunesien feuert Trainer nach WM-Auftakt - Renard übernimmt

Tunesien entlässt Lamouchi nach einem Spiel bei der WM

Der tunesische Fußballverband hat sich von Nationaltrainer Sabri Lamouchi getrennt – und das nach nur einer Partie bei der laufenden Weltmeisterschaft. Die 1:5-Niederlage im Auftaktspiel gegen Schweden in Monterrey war das letzte Spiel unter der Regie des 54-jährigen Franzosen. Sein Nachfolger wird Hervé Renard, ein erfahrener Coach mit afrikanischer Expertise.

Einvernehmliche Trennung und schnelle Nachfolge

Die Trennung erfolgte laut Verbandsangaben auf Instagram „im gegenseitigen Einvernehmen“. Bereits zuvor hatte das tunesische Fernsehen berichtet, dass Lamouchi das Teamquartier in Mexiko verlassen habe. Renard, der zuletzt Saudi-Arabien trainierte, soll noch vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Japan am Sonntag im Teamcamp eintreffen und die Vorbereitung übernehmen. Nach der WM plant der Verband Gespräche über eine langfristige Zusammenarbeit mit dem 57-Jährigen.

Historischer Präzedenzfall und Renards Erfolge

Laut „Kicker“ handelt es sich bereits um den zweiten Fall, dass Tunesien während eines laufenden Turniers den Chefcoach entlässt. Bereits bei der WM 1998 in Frankreich musste der Pole Henryk Kasperczak nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase gehen. Renard, der Sambia und die Elfenbeinküste zum Afrika-Cup-Titel führte, bringt reichlich Erfahrung mit afrikanischen Nationalteams mit.

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Lamouchis Bilanz seit seiner Verpflichtung im Januar war schwach: Von vier Spielen gewann er nur eines (1:0 gegen Haiti), verlor aber gegen Österreich (0:1) und Belgien (0:5) deutlich. Nun steht Tunesien in der Gruppe F gegen Japan und die Niederlande unter starkem Druck, um noch das Achtelfinale zu erreichen.

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