Madonna-Tänzer Andy Lewis bei Tandem-Sprung tödlich verunglückt
Madonna-Tänzer Andy Lewis bei Tandem-Sprung tot

Er trat beim Super Bowl auf: Madonna-Tänzer stirbt bei Tandem-Sprung. Andy Lewis (damals 26) unterstützte Madonna (damals 54) 2012 bei ihrem legendären Super-Bowl-Auftritt. Foto: IMAGO/Newscom World TariTamara 16.06.2026 - 12:16 Uhr

Tödlicher Unfall in Utah

Utah (USA) – Er begeisterte Millionen Zuschauer mit seinem waghalsigen Auftritt während der legendären Halbzeitshow von Madonna (67) beim Super Bowl 2012 – jetzt ist der Extremsportler Andy Lewis (†39) tot. Er kam am Sonntag bei einem tragischen Unfall während eines Tandem-Base-Sprungs in einem Canyon nahe der Stadt Moab im US-Bundesstaat Utah ums Leben.

Lewis, auch bekannt als Sketchy Andy, führte in einer Schlucht in einem abgelegenen Wüstengebiet einen Base-Tandemsprung aus. Bei einem solchen Sprung aus meist niedriger Höhe sind zwei Personen miteinander verbunden. Laut Berichten war Andy Lewis Eigentümer von „Base Jump Moab“, einem Unternehmen, das Tandemsprünge für Abenteuerlustige anbietet.

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Andy Lewis führte als Inhaber seiner eigenen Firma „Base Jump Moab“ auch Ausflüge für Erstspringer durch. Foto: sketchyandylewis/Instagram

Nach Angaben des Sheriff-Büros von Grand County wurden Lewis und ein bislang nicht namentlich genannter 50-jähriger Mann nach einem missglückten Sprung in der abgelegenen Wüstenregion Mineral Bottom tot aufgefunden. Wie die örtliche Polizei bestätigte, handelt es sich bei dem zweiten Opfer um einen Familienvater und Geschäftsmann. Nähere Details zum Unfallhergang werden aktuell noch ermittelt.

Madonna machte Andy Lewis berühmt

Lewis hatte sich in der Szene vor allem durch spektakuläre Slackline- und Basejumping-Aktionen einen Namen gemacht. Weltweite Bekanntheit erlangte er, als er während Madonnas Super-Bowl-Halbzeitshow 2012 mit waghalsigen Sprüngen das Publikum beeindruckte. Während des Auftritts vollführte Lewis Kunststücke auf einem nur wenige Zentimeter breiten Seil, während Madonna für Millionen von Zuschauern sang. Lewis schwärmte hinterher: „Wenn so viele Menschen live dabei sind, entsteht eine ganz besondere Energie, die auf einen übergeht – ein Gefühl, das man sonst nirgendwo erlebt; es ist einfach großartig.“

2014 balancierte Lewis (damals 28) auf einem 169 Meter langen Seil, das zwischen zwei Wolkenkratzern in einer Höhe von 175 Metern in Bangkok gespannt war. Foto: picture alliance/dpa

Andy Lewis sprach 2025 über den Tod

Im Laufe seiner erfolgreichen Extremsportkarriere gewann Lewis von 2008 bis 2011 viermal in Folge die Weltmeisterschaft im Slacklining. Im Jahr 2011 stellte er zudem einen Guinness-Weltrekord im Slackline-Surfen auf, während er hoch über dem rund 40 Meter breiten Diaoshuilou-Wasserfall in China das Gleichgewicht hielt. 2014 überquerte er eine Slackline, die in mehr als 1200 Metern Höhe über der Wüste Nevadas zwischen zwei Heißluftballons gespannt war. Der Gefahren seiner waghalsigen Aktionen war er sich bewusst: „Es ist seltsam, daran zu denken, wie viele Menschen bereits ums Leben gekommen sind, denn es wirkt wie etwas ganz Normales“, sagte Lewis erst 2025 in einer Doku von Ella Warnick. Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

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