Nach der deutlichen 1:5-Niederlage im Auftaktspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Schweden steht Tunesiens Nationaltrainer Sabri Lamouchi offenbar vor dem Aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde auf einer Dringlichkeitssitzung des Verbandes die Entscheidung getroffen, den 54-jährigen Franzosen zu entlassen. Sein Nachfolger soll demnach Mondher Kbaier sein, der sich bereits in Mexiko aufhält.
Desaströse Bilanz unter Lamouchi
Lamouchi hatte das Amt des tunesischen Nationaltrainers erst im Januar dieses Jahres übernommen. Seitdem gelang lediglich ein Sieg: ein knapper 1:0-Erfolg gegen Haiti. In der WM-Vorbereitung kassierte das Team zwei deutliche Niederlagen: 0:1 gegen Österreich und 0:5 gegen Belgien. Die Auftaktpleite gegen Schweden war der vorläufige Tiefpunkt. „Die Mannschaft war gegen Schweden weitgehend chancenlos“, kommentierte ein Beobachter.
Spielverlauf gegen Schweden
Im mexikanischen Monterrey trafen Yasin Ayari (7. Minute und 90.+6), Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg für die Skandinavier. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für Tunesien erzielte Omar Rekik (43.). Die Bundesliga-Profis Rani Khedira (1. FC Union Berlin) und Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt) konnten die Niederlage nicht verhindern.
Schwere Aufgaben für den Nachfolger
Tunesien steht in der Gruppe F nach der Auftaktniederlage enorm unter Druck. Am 21. Juni trifft das Team auf Japan, am 26. Juni auf die Niederlande. Der designierte Nachfolger Mondher Kbaier, 56 Jahre alt, war bereits von 2019 bis 2022 tunesischer Nationaltrainer und kennt die Mannschaft daher gut. Ob er bereits zum Japan-Spiel auf der Bank sitzen wird, ist noch offen.
Die Verbandsspitze erhofft sich durch den Trainerwechsel eine sportliche Wende. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind jedoch nach der 1:5-Pleite stark gesunken. Ein Kuriosum wäre es, wenn Tunesien tatsächlich während des Turniers den Trainer austauscht – ein seltenes Ereignis bei einer Weltmeisterschaft.



