UEFA leitet Ermittlungen nach Rassismus-Vorwürfen im Champions-League-Spiel ein
UEFA ermittelt nach Rassismus-Eklat in Champions League

UEFA ermittelt nach Rassismus-Vorwürfen im Champions-League-Spiel

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat offizielle Ermittlungen zu den schwerwiegenden Rassismus-Vorwürfen eingeleitet, die das Champions-League-Play-off-Hinspiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid überschattet haben. Der Verband bestätigte am Mittwoch, dass ein Ethik- und Disziplinarinspektor mit der Untersuchung des diskriminierenden Verhaltens beauftragt wurde, das während der Partie am Dienstagabend aufgetreten sein soll.

Spielunterbrechung nach hitzigem Wortgefecht

Das mit Spannung erwartete Duell in Lissabon, das Real Madrid mit 1:0 für sich entschied, musste aufgrund eines eskalierten Zwischenfalls zwischen den Spielern Gianluca Prestianni von Benfica und Vinicius Junior von Real Madrid unterbrochen werden. Auslöser war ein Traumtor von Vinicius, das der Brasilianer mit ausgiebigem Jubel feierte. Daraufhin soll Prestianni den Real-Star beleidigt haben, wobei sich der Argentinier demonstrativ sein Trikot vor den Mund hielt.

Vinicius Junior stürmte daraufhin wild gestikulierend auf Schiedsrichter Francois Letexier zu, der das Spiel umgehend unterbrach. An der Seitenlinie entwickelten sich hitzige Diskussionen, bei denen insbesondere Vinicius und sein Teamkollege Kylian Mbappé sichtlich außer sich waren. Die emotionale Atmosphäre beeinflusste den weiteren Spielverlauf erheblich und lenkte vom sportlichen Geschehen ab.

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Gegensätzliche Aussagen der Beteiligten

In der Nacht nach dem Spiel ging Vinicius Junior in den sozialen Medien hart mit seinem Gegenspieler ins Gericht. Der brasilianische Nationalspieler erklärte: "Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Hemd über den Mund ziehen, um zu zeigen, wie schwach sie sind." Seine deutlichen Worte unterstreichen die emotionale Betroffenheit und die ernste Natur der Vorwürfe.

Gianluca Prestianni wies die Anschuldigungen am Mittwoch jedoch entschieden zurück. Der argentinische Offensivspieler betonte: "Ich möchte klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt rassistische Beleidigungen gegen Vinicius Junior gerichtet habe, der leider das, was er zu hören glaubte, missverstanden hat." Diese gegensätzlichen Darstellungen machen die Untersuchung der UEFA umso dringlicher.

UEFA-Verfahren und weitere Schritte

Die UEFA kündigte an, weitere Informationen zu dem eingeleiteten Ethik- und Disziplinarverfahren zu gegebener Zeit zu verkünden. Solche Untersuchungen können je nach Ergebnis zu empfindlichen Strafen führen, die von Geldstrafen bis zu Sperren reichen. Der Fall hat bereits jetzt internationale Aufmerksamkeit erregt und wirft ein Schlaglicht auf das anhaltende Problem des Rassismus im Profifußball.

Die Champions League als prestigeträchtigster europäischer Vereinswettbewerb steht besonders im Fokus, wenn es um die Bekämpfung von Diskriminierung geht. Die UEFA hat in der Vergangenheit wiederholt betont, dass rassistische Vorfälle konsequent geahndet werden. Die Ermittlungen im aktuellen Fall zwischen Benfica und Real Madrid werden daher mit großer Sorgfalt durchgeführt, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und gegebenenfalls angemessene Maßnahmen zu ergreifen.

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