In Potsdam ist es am Nachmittag zu einer großflächigen Evakuierung in der Innenstadt gekommen. Grund dafür war ein möglicher Sprengstofffund in einem Keller eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Potsdam-West. Die Polizei richtete umgehend einen Sperrkreis mit einem Radius von 300 Metern ein, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Verdächtiger Gegenstand von Anwohnern gemeldet
Ein Anwohner hatte den verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Behörden alarmiert. Daraufhin wurden mehrere Experten in den Keller des Gebäudes geschickt, um den Gegenstand genauer zu untersuchen. „Es ist derzeit völlig unklar, ob von dem Gegenstand eine tatsächliche Gefahr ausgeht“, betonte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen dazu laufen auf Hochtouren.
Einsatzkräfte vor Ort
Am Fundort sind neben der Polizei auch die Feuerwehr, das Ordnungsamt und der Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz. Die Bewohner innerhalb des Sperrkreises wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Sperrung betrifft mit der Zeppelinstraße eine der wichtigen Zufahrtsstraßen im Westen der Stadt. Auch die Regionalbahnlinie zwischen Magdeburg und Berlin ist von der Sperrung betroffen. Zudem verkehren im gesperrten Gebiet keine Busse und Straßenbahnen. Wie lange die Sperrung andauern wird, ist derzeit noch nicht absehbar.
Potsdam-West grenzt an den bekannten Park Sanssouci und den Uni-Campus am Neuen Palais. Der Stadtteil gilt als bürgerlich und familienfreundlich und ist geprägt von vielen Altbauten aus der Gründerzeit. Die Behörden bitten die Bevölkerung, den Bereich weiträumig zu umfahren und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.



