Union Berlin sticht Bayern aus: Super-Talent Linus Güther (15) startet Profikarriere
Union Berlin sticht Bayern bei Super-Talent Güther aus

Union Berlin sticht Bayern München bei Super-Talent Linus Güther aus

Es dauerte über drei Jahre intensiver Beobachtung und Überzeugungsarbeit: Jetzt hat der 1. FC Union Berlin ein echtes Super-Talent in seinen Profireihen. Seit Dienstag trainiert der erst 15-jährige Angreifer Linus Güther erstmals unter Trainer Steffen Baumgart mit den Profis der Eisernen. Der schnelle Linksaußen mit ausgeprägten Spielmacherqualitäten könnte längerfristig in der ersten Mannschaft mitmischen.

Karriereplanung überzeugte mehr als Bayern und Dortmund

Güther, der am 8. April 16 Jahre alt wird, gilt als größtes deutsches Talent des Jahrgangs 2010. Im Sommer 2025 wechselte er von Energie Cottbus zu Union Berlin – ein Transfer, der in der Fußballbranche eigentlich für unmöglich gehalten wurde. Bayern München und Borussia Dortmund hatten lange um den Youngster konkurriert und sich gegenseitig überboten. Vereine wie Leverkusen, Frankfurt, Gladbach und Hertha waren da bereits aus dem Rennen.

Doch Union Berlin setzte sich durch. Ein entscheidender Grund: Unions Nachwuchs-Chefscout Tom Lohmann hatte Güther bereits seit seinem 12. Lebensjahr im Visier, als dieser noch für den Spremberger SV spielte. Auch nach dem Wechsel des Talents zum Nachwuchsleistungszentrum von Energie Cottbus im Sommer 2022 hielt Lohmann engen Kontakt zu Güthers Vater Kai Noack.

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Vater setzte auf Bodenständigkeit statt Bayern-Träume

Das Besondere daran: Linus' Vater Kai Noack ist ein bekennender Bayern-Fan. Doch für die Karriere seines Sohnes setzte er auf Bodenständigkeit und Heimatnähe. Beim Rekordmeister Bayern München schaffen erfahrungsgemäß nur wenige Talente den Sprung ins Profiteam. Das Trainingszentrum Oberspree von Union Berlin liegt nur etwa 90 Minuten von Güthers Heimatstadt Spremberg entfernt.

Noack, der 2020 das Bundesverdienstkreuz für soziales Engagement als Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg erhielt, priorisierte die konkrete Karriereperspektive. Union Berlin legte dem Talent 2025 eine klare Entwicklung vor: erst U17, dann schnellstmöglich U19, schließlich der Sprung zu den Profis. Diese Planung überzeugte mehr als die prestigeträchtigen Angebote der großen Klubs.

Entwicklung mit System

Lutz Munack, Geschäftsführer Nachwuchs- und Amateurfußball bei Union, gehörte ebenfalls zu den Architekten dieses Transfer-Coups. Der Lehrgang der deutschen U16-Nationalmannschaft in Italien mit zwei Länderspielen wurde bewusst abgesagt, um Güthers Integration bei den Profis zu beschleunigen.

Das Super-Talent hat sich in den letzten Jahren prächtig entwickelt und klopft jetzt lautstark an die Profi-Tür. Sein erstes Profitraining absolvierte er bereits erfolgreich und zeigte dabei sein Tempo und technisches Können. Die Entscheidung für Union Berlin statt Bayern München könnte sich als wegweisend für die Karriere des jungen Fußballers erweisen.

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