Wolfsburg beendet schwarze Serie gegen französischen Rekordmeister
Der VfL Wolfsburg hat einen bedeutenden Erfolg in der Frauen Champions League gefeiert. Im ersten Viertelfinal-Hinspiel setzte sich der deutsche Vizemeister gegen den achtfachen Titelträger Olympique Lyon mit 1:0 (1:0) durch. Dieser Sieg markiert das Ende einer langen Negativserie, denn zuvor hatte Wolfsburg sechs Begegnungen in Folge gegen die Französinnen verloren, darunter die Endspiele der Jahre 2018 und 2020.
Beerensteyn schießt Wolfsburg zur wichtigen Führung
Bereits in der 14. Spielminute erzielte die niederländische Stürmerin Lineth Beerensteyn den entscheidenden Treffer für den VfL. Ihr abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor und verschaffte den Wölfinnen eine frühe Führung. Trotz des Fehlens der verletzten Kapitänin Alexandra Popp zeigte die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch eine mutige und geschlossene Leistung. "Wir dürfen keine Angst vor dem großen Namen haben. Wir wollen unser Herz auf dem Platz lassen", hatte Lerch vor dem Spiel betont, und seine Spielerinnen setzten diese Vorgabe vorbildlich um.
Disziplinierte Abwehrarbeit sichert den knappen Erfolg
In der zweiten Halbzeit erhöhte Lyon, das in der heimischen Liga noch ungeschlagen ist, den Druck deutlich. Die Französinnen schnürten Wolfsburg phasenweise in der eigenen Hälfte ein, doch die deutsche Abwehr hielt stand. Besonders glücklich waren die Wolfsburgerinnen in der 59. Minute, als Kadidiatou Diani nur den Innenpfosten traf. Auch die späte Einwechslung der Ex-Wolfsburgerin Jule Brand brachte für Lyon nicht den gewünschten Durchbruch.
Die besseren Torchancen hatte über weite Strecken der VfL, der mit schnellem Umschaltspiel gefährlich blieb. Bereits in der 19. Minute verpasste Beerensteyn bei einem Kopfball die Chance zum 2:0. Im November hatte Wolfsburg in der Gruppenphase noch mit 1:3 gegen Lyon verloren, diesmal präsentierten sich beide Teams als ebenbürtige Kontrahenten.
Gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Frankreich
Mit diesem Heimsieg geht der VfL Wolfsburg mit einer guten Ausgangsposition in das Rückspiel am 2. April (21.00 Uhr) in Frankreich. Ein Unentschieden oder gar ein Sieg mit Torauswärtstorregel würde den Einzug ins Halbfinale bedeuten. Trainer Lerch zeigte sich zufrieden mit der Leistung seines Teams: "Es ist nicht das erste Spiel ohne Poppi. Wir wollen das als Kollektiv auffangen." Dieser Ansatz ging voll auf, denn die Wolfsburgerinnen kompensierten die Abwesenheit ihrer Stürmerikönigin durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Die Fans im Wolfsburger Stadion feierten jeden vereitelten Angriff der Gäste mit lautem Applaus und unterstützten ihre Mannschaft bis zum Schluss. Dieser moralische Rückhalt könnte im Rückspiel in Lyon, wo mit Sicherheit eine herausfordernde Atmosphäre herrschen wird, von großer Bedeutung sein.



