Union-Heldt sieht Bayern-Kritik als Gefahr für Schiedsrichterentscheidungen
Der Geschäftsführer des 1. FC Union Berlin, Horst Heldt, hat deutliche Kritik am FC Bayern München geäußert. Er befürchtet, dass die massive öffentliche Kritik der Münchner am Platzverweis für Stürmer Luis Díaz das kommende Bundesliga-Duell zwischen beiden Vereinen beeinflussen wird. Das Spiel findet am Samstag in München statt.
„Prost Mahlzeit“ für Schiedsrichtergespann
„Das nächste Schiedsrichtergespann beim nächsten Spiel - ja Prost Mahlzeit - die haben es nicht einfach“, sagte Heldt im Sky-Talkformat „Triple – der Hagedorn-Fußballtalk“. Er erklärte weiter: „Weil natürlich jede Situation ganz genau beäugt wird und begleitet wird. Und das ist nicht in Ordnung.“ Der 56-Jährige zeigte sich überzeugt, dass sein Verein die Leidtragenden dieser Entwicklung sein werde.
Heldt betonte den besonderen Einfluss der Bayern: „Es gibt immer Situationen, in denen sich Vereine über Entscheidungen aufregen. Aber das ist kein Vergleich.“ Es habe einen „anderen Aufschlag, wenn sich die Bayern öffentlich zu solchen Themen äußern“.
Bayerns Wut nach Gelb-Roter Karte
Der Auslöser der Kontroverse war die Gelb-Rote Karte für Luis Díaz im Bundesligaspiel des FC Bayern bei Bayer Leverkusen. Díaz hatte wegen einer vermeintlichen Schwalbe seine zweite Gelbe Karte gesehen und ist damit für das Spiel gegen Union Berlin gesperrt.
Die Bayern hatten gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt, der vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes jedoch zurückgewiesen wurde. In der Folge übten Bayern-Vertreter scharfe Kritik an den Schiedsrichtern.
Hoeneß und Dreesen mit harschen Worten
Ehrenpräsident Uli Hoeneß bezeichnete die Leistung des Schiedsrichter-Teams bei „Bild“ als „die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe“. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen forderte via Sky vom DFB, „das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern“.
Heldt sieht in dieser öffentlichen Kritik eine unangemessene Einflussnahme auf die Rahmenbedingungen des kommenden Spiels. Die Köpenicker treten am Samstag um 15.30 Uhr in der Allianz Arena an, wobei ihnen die Abwesenheit des gesperrten Díaz möglicherweise zugutekommen könnte. Doch Heldts Befürchtungen gelten weniger dem fehlenden Spieler als vielmehr der psychologischen Wirkung der vorangegangenen Debatte.



