CAS bestätigt Fifa-Entscheidung: Union-Star Doekhi darf nicht für Suriname spielen
Union-Star Doekhi darf nicht für Suriname auflaufen

Endgültiges Urteil: Doekhi darf nicht für Suriname auflaufen

Bittere Nachricht für Union-Berlin-Star Danilho Doekhi! Der 27-jährige Innenverteidiger wird seinen Traum von Einsätzen für die surinamische Nationalmannschaft nicht verwirklichen können. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat laut Medienberichten die Entscheidung der Fifa bestätigt und die Anfechtung des surinamischen Fußballverbands endgültig abgewiesen.

Staatsbürgerschaft als entscheidender Faktor

Der Knackpunkt in diesem komplexen Fall liegt in der zeitlichen Abfolge der Staatsbürgerschaften. Doekhi besitzt zwar sowohl die niederländische als auch die surinamische Staatsangehörigkeit, doch zum Zeitpunkt seines letzten Einsatzes für die niederländische U21-Nationalmannschaft am 15. November 2020 gegen Belarus verfügte er noch nicht über den surinamischen Pass.

Genau dieser Umstand macht einen Verbandswechsel nach den Fifa-Statuten unmöglich. Der damals 22-jährige Doekhi hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Einsätze für niederländische Jugendnationalmannschaften absolviert, darunter eben jenes entscheidende U21-Spiel.

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Vergleich mit dem Fall Maarten Paes

Besonders bitter für den surinamischen Fußballverband ist der Vergleich mit Torwart Maarten Paes. Der 27-jährige Niederländer, der damals im selben U21-Spiel wie Doekhi auflief, durfte später erfolgreich zum indonesischen Fußballverband wechseln.

Der entscheidende Unterschied: Paes besaß zum Zeitpunkt seines U21-Einsatzes bereits die indonesische Staatsbürgerschaft. Dieser feine, aber entscheidende juristische Unterschied führte dazu, dass sein Antrag innerhalb von nur drei Wochen genehmigt wurde, während Surinames Bemühungen um Doekhi über anderthalb Jahre lang erfolglos blieben.

Enttäuschung für Surinames Fußball

Für den surinamischen Fußballverband bedeutet diese Entscheidung eine herbe Enttäuschung. Doekhi wäre eine echte Verstärkung für das Nationalteam gewesen, das bereits auf Erfahrung von Ex-Unioner Sheraldo Becker zurückgreifen kann. Viele surinamische Nationalspieler haben ähnliche Biografien – sie spielten zunächst in niederländischen Jugendmannschaften, bevor sie sich für das Land ihrer Vorfahren entschieden.

Diese historische Verbindung erklärt sich aus der kolonialen Vergangenheit: Suriname gehörte bis 1975 zu den Niederlanden. Der Verband fühlte sich in diesem Verfahren als kleinerer Verband nicht ausreichend ernst genommen, zumal der Antrag für Paes deutlich schneller bearbeitet wurde.

WM-Traum ohnehin geplatzt

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Doekhi die jüngste Weltmeisterschaft ohnehin verpasst hätte. Suriname scheiterte in den WM-Qualifikations-Play-offs knapp mit 1:2 an Bolivien und verpasste somit die Teilnahme an der globalen Fußballbühne.

Für Doekhi bedeutet diese Entscheidung nun, dass er sich vollständig auf seine Karriere bei Union Berlin konzentrieren kann. Der Innenverteidiger bleibt damit ein Spieler, der zwar über zwei Staatsbürgerschaften verfügt, aber international nur für die Niederlande hätte auflaufen dürfen – eine Möglichkeit, die mit seinem letzten U21-Einsatz im November 2020 endgültig geschlossen wurde.

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