Urbig als Nationaltorhüter? Dreikampf um Neuers Erbe im DFB-Team
Urbig als Nationaltorhüter? Dreikampf um Neuers Erbe

Urbig als Nationaltorhüter? Dreikampf um Neuers Erbe im DFB-Team

Der Kapitän des FC Bayern, Manuel Neuer, kehrt nicht mehr in die deutsche Fußballnationalmannschaft zurück. Marc-André ter Stegen fällt verletzt aus – daher richtet sich der Fokus nun auf Oliver Baumann, Alexander Nübel und den Debütanten Jonas Urbig. Wer hat die besten Chancen, bei der Weltmeisterschaft im Sommer zwischen den Pfosten zu stehen? Ein ausführlicher Check der Situation.

Neuer vor Karriereentscheidung – aber nicht im Nationalteam

Während viele seiner Bayern-Kollegen mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind, trainiert Manuel Neuer an der Säbener Straße für sein Comeback nach einer Muskelverletzung. Der Kapitän peilt die Rückkehr am 4. April beim Bundesligaspiel in Freiburg an und will dann in den Champions-League-Viertelfinals gegen Real Madrid auflaufen. Rund um seinen 40. Geburtstag am kommenden Freitag wird Neuer bekanntgeben, ob er seine Karriere beim FC Bayern fortsetzt oder beendet. Eine Entscheidung hat er jedoch bereits getroffen: Für die WM im Sommer steht er nicht zur Verfügung, eine Rückkehr unter Bundestrainer Julian Nagelsmann gibt es nicht.

Ter Stegens verpasste Chance

Eigentlich wäre Marc-André ter Stegen der designierte Nachfolger von Manuel Neuer gewesen. Doch der 33-Jährige hatte in den vergangenen Jahren enormes Verletzungspech. Aktuell fällt er wegen einer schweren Oberschenkelverletzung aus, sein WM-Traum als Stammtorhüter wird sich wohl nicht erfüllen. Nagelsmann bezeichnete ter Stegens Situation im Kicker als "extrem tragisch" und betonte: "Wenn man seine Historie bei der Nationalmannschaft sieht, wäre er jetzt dran gewesen." Allerdings sei die Zeit bis zur WM extrem knapp, da ter Stegen fast ein Jahr lang kaum gespielt habe.

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Das Trio im Fokus: Baumann, Nübel und Urbig

Daher rücken drei andere Torhüter in den Mittelpunkt:

  • Oliver Baumann: Der Routinier von der TSG Hoffenheim stand zuletzt bei den Länderspielen im Tor und überzeugte. Nagelsmann lobte, Baumann habe es "in der WM-Quali herausragend gut gemacht". Nach aktuellem Stand hat der 35-Jährige die besten Aussichten, bei der WM in der Stammelf zu stehen. In den Testspielen gegen die Schweiz und Ghana wird er voraussichtlich auflaufen, um sich mit der Defensive einzuspielen.
  • Alexander Nübel: Der vom FC Bayern bis Saisonende an den VfB Stuttgart verliehene Torwart ist in der Hierarchie derzeit hinter Baumann anzusiedeln. Nach Informationen der AZ soll Nübel im Sommer erneut verliehen oder verkauft werden.
  • Jonas Urbig: Der 22-jährige Aufsteiger des FC Bayern ist der große Unbekannte im Trio. Urbig kam in dieser Saison mehrmals in der Champions League zum Einsatz und hat sich im Schatten von Manuel Neuer prächtig entwickelt. Mit dem Ball am Fuß gilt er als der beste der drei Keeper, auch auf der Linie überzeugt er mit seinen Reflexen.

Urbigs Perspektive: Stabilität und Verbindung zum Bayern-Block

Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich positiv über den jungen Torhüter: "Er hat für sein Alter eine extrem gute psychische Stabilität bewiesen. Er kam in vielen Spielen rein und hat sofort performt." Ein weiterer Vorteil Urbigs sei seine "super Verbindung zu vielen Spielern". Nagelsmann erklärte: "Er kennt viele aus der U-Nationalmannschaft, er kennt diesen großen Bayern-Block, was sehr viel Wert für uns bringt, weil sie einfach eine gute Verbindung zueinander haben." Der DFB-Coach bescheinigte Urbig "eine große Perspektive, wenn alles so weiter verläuft".

Ob Urbig bei der WM nur die Nummer drei oder sogar zwei sein wird, bleibt abzuwarten. Hält er sein aktuelles Niveau, könnte er nicht nur Manuel Neuer im DFB-Team, sondern auch beim FC Bayern beerben. Die Entscheidung über die Torhüterhierarchie wird in den kommenden Testspielen und im Training fallen, während das deutsche Team auf die WM vorbereitet wird.

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