Der erfolgreiche Turnierstart der amerikanischen Nationalmannschaft bei der Heim-WM hat den Stellenwert des Fußballs in den USA auf ein neues Niveau gebracht. „Lange Zeit waren wir eine Frauen-Fußballnation. WM-Trophäen, Goldmedaillen. Aber jetzt sind wir auch eine Männer-Fußballnation“, sagte Dan Hunt, Präsident des FC Dallas, in einem „Kicker“-Interview.
Begeisterung nach Siegen gegen Paraguay und Australien
„Die Stimmung, das Niveau des Teams – sie haben den Menschen Freude gebracht. Werden wir das Turnier gewinnen? Keine Ahnung, es gibt viele starke Teams. England, Frankreich, Holland“, führte er aus. Er nannte auch das deutsche Team, mit dem er schon bei früheren Turnieren gefiebert habe. „An diesem Freitagabend...“ Hunt nannte beim Blick auf die Begeisterung vor allem den 4:1-Sieg zum Start gegen Paraguay. „Wenn ich eines herausheben müsste, wäre es der erste Freitag“, sagte der Dallas-Macher. „An diesem Freitagabend wurde Amerika zu einer Männer-Fußballnation.“ Diesem Erfolg ließ das Team von Nationaltrainer Mauricio Pochettino ein 2:0 gegen Australien folgen. Zum Gruppenabschluss steht noch das Spiel gegen die bereits ausgeschiedene türkische Auswahl an.
Historischer Erfolg für die US-Männer
Bei den Frauen sind die USA viermaliger Weltmeister. Bei den Männern schaffte es die Auswahl nun erstmals seit fast 100 Jahren, wieder einen Start mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen zu feiern. Dallas-Präsident Hunt betonte, dass sich das Ansehen des US-Fußballs grundlegend ändere. „Die Stars liefern und zeigen, warum sie hier sind. Wenn die großen Spieler auf der großen Bühne in einem Land wie diesem performen“, sagte er. „Das könnte zu einem besonderen Turnier führen. Darüber hinaus applaudiere ich der FIFA für die Entscheidung, auf 48 Teams zu erhöhen. Das hilft dabei, das Spiel voranzubringen.“
Zukunft des US-Fußballs: Europäischer Kalender ab 2027
Nicht nur die WM werde das Ansehen des amerikanischen Fußballs verändern, prognostizierte Hunt. „Ab 2027 spielen wir nach dem europäischen Kalender. Das ist eine der wichtigsten Entscheidungen. Jetzt können wir auch klügere Transfers tätigen.“ Die Liga werde durch den neuen Terminkalender „extrem wachsen“. Die Umstellung auf den europäischen Rhythmus soll die Integration internationaler Spieler erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit der US-Ligen steigern.
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