VAR sorgt erneut für Kontroverse bei Bayern-Spiel
Im Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München hat der Videoassistent erneut für Diskussionsstoff gesorgt. Beim 1:1-Remis in der BayArena wurde ein Treffer von Superstar Harry Kane nach einer VAR-Intervention wegen angeblichen Handspiels aberkannt.
Kanes kurze Freude nach Einwechslung
Harry Kane, der in der 61. Spielminute für Lennart Karl eingewechselt worden war, traf nur Sekunden nach seinem Einwechseln zum vermeintlichen Ausgleich. Der englische Stürmer schoss den Ball aus kurzer Distanz ins Netz, nachdem Torhüter Janis Blaswich einen Klärungsversuch unternommen hatte und der abgeblockte Ball zu Teamkollege Luis Díaz gelangte, der sofort zurücklegte.
Die Bayern-Fans jubelten bereits, doch die Freude währte nur kurz. Hauptschiedsrichter Christian Dingert wurde vom VAR an die Seitenlinie geschickt und studierte die Wiederholungen des Vorfalls.
Handspiel-Entscheidung sorgt für Debatte
Dingert entschied nach der Videoüberprüfung, dass Kane sich eines Handspiels schuldig gemacht hatte. Der Schiedsrichter begründete seine Entscheidung damit, dass Kanes Arm sich im Sprung leicht nach vorne bewegt hatte, obwohl der Ellenbogen zunächst am Körper angelegt war. Diese Bewegung wertete Dingert als strafbares Handspiel und annullierte damit den Treffer.
Zu diesem Zeitpunkt lag der FC Bayern mit 0:1 im Rückstand, nachdem Leverkusen in der ersten Halbzeit in Führung gegangen war. Die Entscheidung löste bei den Bayern-Spielern und der Mannschaftsleitung deutlichen Unmut aus.
Zweiter aberkannter Treffer für die Münchner
Es war bereits der zweite Treffer, der den Münchner Gästen an diesem Abend aberkannt wurde. Bereits in der 26. Spielminute hatte Jonathan Tah den Ball nach einem Freistoß über die Linie gebracht, doch auch dieser Treffer wurde wegen Handspiels annulliert. Bei Torerzielungen gilt auch unabsichtliches Handspiel als regelwidrig.
Die erste Halbzeit war insgesamt von VAR-Eingriffen geprägt. Neben den beiden aberkannten Toren sah Bayerns Nicolas Jackson nach VAR-Hinweis in der 42. Minute die Rote Karte für ein rüdes Foul, das unstrittig war.
Später Ausgleich und weitere Platzverweise
Den regulären Ausgleich erzielte schließlich Luis Díaz in der 69. Spielminute. Der kolumbianische Angreifer, der bereits die Vorlage zu Kanes aberkanntem Treffer gegeben hatte, traf zum 1:1-Endstand. In der Schlussphase des Spiels sah Díaz dann jedoch Gelb-Rot und musste in der 84. Minute vorzeitig duschen gehen.
Das Remis bedeutet für beide Teams einen Punktgewinn in der engen Tabellenspitze der Bundesliga. Die VAR-Entscheidungen werden jedoch noch lange nach dem Spiel für Diskussionen sorgen, insbesondere die kontroverse Handspiel-Entscheidung gegen Harry Kane.



