Verletzungsschock bei Fortuna Düsseldorf: De Wijs' Zukunft ungewiss
In seinem 75. Einsatz für Fortuna Düsseldorf erzielte Jordy de Wijs (31) seinen fünften Treffer für den Verein. Doch dieser Ausgleichstreffer im Spiel bei Darmstadt (Endstand 1:2) könnte gleichzeitig ein emotionaler Abschied gewesen sein. Kurz nach dem Tor zog sich die sogenannte Holland-Grätsche eine Adduktorenverletzung zu und musste ausgewechselt werden. Der Verein bestätigte umgehend, dass de Wijs vorerst nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen wird.
Comeback vor Saisonende möglich?
Wie lange der Verteidiger tatsächlich ausfällt, bleibt aktuell noch offen. Allerdings zeigt sich die medizinische Abteilung von Fortuna Düsseldorf zuversichtlich. Sie geht davon aus, dass de Wijs noch vor Ende dieser Saison zurückkehren könnte. Diese Hoffnung ist besonders bemerkenswert, da viele Beobachter bei der emotionalen Auswechslung in Darmstadt bereits davon ausgingen, es handele sich um das letzte Spiel des Niederländers für Fortuna.
Die letzten Jahre waren für de Wijs von zahlreichen Verletzungen geprägt. Unter Trainer Markus Anfang (51) erhielt er erst wieder eine Chance, als dieser aufgrund von Defensivproblemen fast keine andere Wahl mehr hatte. Seit dem 19. Oktober 2024 hatte de Wijs nicht mehr in der Startelf gestanden, fiel lange wegen muskulärer Verletzungen aus, und der Verein hatte mehrfach versucht, ihn zu transferieren.
Kämpferherz gegen Widerstände
Jordy de Wijs hat stets bewiesen, dass er über ein großes Kämpferherz verfügt. Selbst als ihm von Sportvorstand Klaus Allofs (69) und Geschäftsführer Christian Weber (42) unmissverständlich klargemacht wurde, dass er in Düsseldorf keine Zukunft mehr habe, und er auch von Trainer Anfang die kalte Schulter gezeigt bekam, boxte er sich weiter durch. Sein Charakter hat ihn zum Liebling der Fortuna-Fans gemacht.
Doch die entscheidende Frage bleibt: Wie sehr brennt der 31-Jährige wirklich darauf, noch einmal im Trikot von Fortuna Düsseldorf aufzulaufen? Seit Langem ist bekannt, dass der Verein seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. De Wijs bleiben nicht einmal mehr drei Monate Zeit – das letzte Saisonspiel in Fürth findet am 17. Mai statt –, um sich so weit zurückzukämpfen, dass er für Anfang eine ernsthafte Option darstellt.
Realistische Perspektiven und emotionale Abschiedsvarianten
Die Realität sieht jedoch schwierig aus. De Wijs hatte lange daran gearbeitet, wieder in eine Form zu kommen, die für die 2. Liga ausreicht. Sollte es ihm nicht gelingen, sich bis Mai fit zu spielen, wäre ein Abschied mit einem Tor – wie jenem in Darmstadt – immerhin keine schlechte Variante. Die medizinische Abteilung um Doc Ulf Blecker (62) gibt zwar Hoffnung, doch wie realistisch ein Comeback tatsächlich ist, bleibt abzuwarten.
Für Jordy de Wijs geht es nun um jeden Trainingstag, jede Behandlung und jeden kleinen Fortschritt. Sein Engagement und seine Leidenschaft für den Verein sind unbestritten, doch die Zeit läuft gegen ihn. Die Fortuna-Community wird jedenfalls gespannt verfolgen, ob der beliebte Verteidiger noch eine letzte Chance erhält, sich auf dem Platz zu verabschieden.



