31.736 Fans bei VfB-Frauen: Rekordkulisse trotz 2:4-Niederlage gegen Mainz
VfB-Frauen vor Rekordkulisse: 31.736 Fans trotz Niederlage

Historischer Tag für den Frauenfußball in Stuttgart

Ein Spieltag, der trotz einer sportlichen Niederlage als Meilenstein in die Annalen eingehen wird. Die Frauenmannschaft des VfB Stuttgart musste sich am Samstag in der MHP-Arena mit 2:4 gegen Mainz 05 geschlagen geben, doch die eigentliche Sensation spielte sich auf den Rängen ab. 31.736 begeisterte Fans verfolgten die Partie der zweiten Frauen-Bundesliga und sorgten damit für eine absolut historische Kulisse. Es handelte sich um die bislang höchste Zuschauerzahl in der Geschichte der zweithöchsten deutschen Spielklasse im Frauenfußball.

Premiere im größten Stadion Baden-Württembergs

Für die VfB-Frauen war es das allererste Mal, dass sie in der imposanten MHP-Arena auflaufen durften. Seit der Gründung der Mannschaft hatte es ein solches Ereignis noch nicht gegeben. Die Spielerinnen, die als Tabellenführer in die Begegnung gingen, zeigten sich tief beeindruckt von der Atmosphäre. „Es war ein großartiges Gefühl und ein Traum, heute in der MHP-Arena aufzulaufen“, schwärmte die 21-jährige Torschützin Dafina Redzepi nach dem Abpfiff. „Es war mein erstes Spiel vor so vielen Zuschauern – unglaublich, wie viele uns angefeuert haben.“ Die zweite Saisonniederlage rückte angesichts dieses außergewöhnlichen Erlebnisses fast in den Hintergrund.

Prominente Unterstützung und visionäre Worte

Unter den Zuschauern befanden sich zahlreiche prominente Persönlichkeiten, die dem Frauenfußball ihre Reverenz erwiesen. Das Trainerteam der VfB-Herren um Sebastian Hoeneß, Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper und der Landtagswahl-Sieger Cem Özdemir verfolgten das Spielgeschehen mit großem Interesse. VfB-Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle kommentierte das Ereignis mit den Worten: „Dieses Spiel heute hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern des deutschen Fußballs sicher. Wir freuen uns sehr über die großartige Resonanz der Zuschauer.“ Er betonte zudem die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die Nachwuchsgewinnung: „Es gibt nichts Größeres, als in einem Stadion Fußball zu schauen. So etwas ist gerade für Kinder ein prägendes Erlebnis. Und vielleicht gelingt es uns, besonders junge Mädchen für den Fußball zu begeistern.“

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Aufstiegschancen bleiben intakt

Trotz der Niederlage behalten die Stuttgarterinnen ihre Ambitionen auf den Aufstieg in die Bundesliga fest im Blick. Aktuell belegen sie in der zweiten Liga den zweiten Platz, lediglich zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter SC Sand. Der Vorsprung auf den dritten Platz, der nicht zum Aufstieg berechtigen würde, beträgt drei Punkte. Sollte es dem Team von Trainer Heiko Gerber gelingen, am Saisonende den ersehnten Sprung in die Erstklassigkeit zu schaffen, würde dies den dritten Aufstieg in Serie bedeuten – ein direkter Durchmarsch aus der viertklassigen Oberliga. Die Rekordkulisse in der MHP-Arena hat gezeigt, dass der Frauenfußball in Stuttgart auf einem äußerst vielversprechenden Weg ist.

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