VfB Stuttgart: In den Europa-League-Playoffs geht es um Millionen, Titel und den Verbleib der Stars
Mit einem überzeugenden 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln hat sich der VfB Stuttgart nach der Niederlage bei St. Pauli wieder gefangen. Doch die Freude über diesen Erfolg währt nur kurz, denn bereits am Donnerstagabend steht das entscheidende Hinspiel der Europa-League-Playoffs an. Auswärts bei Celtic Glasgow muss die Mannschaft von Trainer Felix Arnold antreten. Für den VfB geht es in diesen K.o.-Spielen um weit mehr als nur sportlichen Ruhm – es geht um finanzielle Millionenbeträge, den Traum von einem Titel und die Zukunft der Vereinsstars.
Finanzielle Dimension: Bis zu 40 Millionen Euro auf dem Spiel
Die Europa League ist für den VfB Stuttgart ein lukratives Geschäft. Bisher hat der Verein in dieser Saison bereits rund 15 Millionen Euro eingenommen. Diese Summe setzt sich aus Startgeld, Sieg- und Platzierungsprämien sowie Ticketeinnahmen zusammen. Zum Vergleich: In der Champions League der Vorsaison erhielt der VfB allein 18,6 Millionen Euro Startgeld, was die finanzielle Attraktivität des europäischen Spitzenfußballs unterstreicht.
Doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Für den Einzug ins Achtelfinale winken 1,75 Millionen Euro, ein Weiterkommen bis ins Finale könnte zusätzliche 13,7 Millionen Euro bringen. Ein Sieg im Endspiel würde weitere sechs Millionen Euro in die Kasse spülen. Insgesamt könnte der VfB so auf einen Gesamterlös von rund 40 Millionen Euro kommen. Diese finanziellen Mittel sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins.
Titeltraum: Erster Achtelfinaleinzug seit 2013 in Reichweite
In der vergangenen Champions-League-Saison scheiterte der VfB bereits in der Ligaphase nach einer deutlichen Niederlage gegen Paris Saint-Germain. In der Europa League hat es die Mannschaft nun immerhin bis in die Playoffs geschafft. Ein Erfolg gegen Celtic Glasgow würde den ersten Achtelfinaleinzug seit dem Jahr 2013 bedeuten.
Spieler wie Jamie Leweling träumen lautstark vom Gewinn des Europapokals. Mit einem Kader-Marktwert von 341,4 Millionen Euro gehört der VfB zu den wertvollsten Teams im Wettbewerb, was die Chancen auf einen Titelerfolg durchaus realistisch erscheinen lässt. Ein Sieg in der Europa League würde dem Verein zudem die direkte Qualifikation für die Champions League sichern und den stressigen Kampf um die Bundesliga-Plätze überflüssig machen.
Zukunft der Stars: Europa League als Verhandlungsargument
Der VfB Stuttgart verfügt über zahlreiche Nationalspieler, die international spielen wollen. Ob die Qualifikation für die Champions League über die Bundesliga gelingt, ist aufgrund des engen Tabellenkellers keineswegs sicher. Ein Erfolg in der Europa League würde hier Abhilfe schaffen und dem Verein finanzielle Stärke verleihen.
Besonders wichtig ist dies für die anstehenden Vertragsverhandlungen mit Top-Scorer Deniz Undav. Bereits im Winter gab es lukrative Angebote für Spieler wie Jamie Leweling und Ramon Hendriks. Mit den Einnahmen aus der Europa League und der Perspektive auf die Königsklasse könnte der VfB im Transferpoker gestärkt auftreten und müsste seine Leistungsträger nicht mehr zwangsläufig abgeben. Die Playoffs gegen Celtic Glasgow sind somit nicht nur ein sportliches, sondern auch ein wirtschaftliches und strategisches Schlüsselereignis für die Zukunft des Vereins.



