Nach Rassismus-Vorwurf: Vinícius Júnior schießt Real Madrid ins Achtelfinale der Champions League
Vinícius Júnior führt Real nach Rassismus-Affäre ins Achtelfinale

Nach Rassismus-Vorwurf: Vinícius Júnior schießt Real Madrid ins Achtelfinale der Champions League

Real Madrid hat sich nach einer emotionalen und von Kontroversen geprägten Begegnung gegen Benfica Lissabon durchgesetzt und steht nun im Achtelfinale der Champions League. Im Mittelpunkt des Geschehens stand erneut der brasilianische Offensivstar Vinícius Júnior, der nach einem Rassismus-Vorwurf aus dem Hinspiel den entscheidenden Siegtreffer erzielte. Auch Titelverteidiger Paris St. Germain und Galatasaray Istanbul haben ihre Playoff-Duelle gewonnen und sind in der Runde der besten 16 Mannschaften vertreten.

Vinícius Junior erneut mit Siegtreffer für Real

Ausgerechnet Vinícius Júnior, der beim 1:0 im ersten Duell mit Benfica Lissabon nach eigenen Angaben von Gegenspieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden sein soll, erzielte im Playoff-Rückspiel im Madrider Bernabéu den Siegtreffer in der 80. Minute zum 2:1 (1:1). Prestianni wurde von der UEFA vorläufig gesperrt, und ein Einspruch der Portugiesen wurde wenige Stunden vor dem Anpfiff zurückgewiesen. Madrider Fans zeigten im Rückspiel ein Banner mit den Worten "no al racismo" ("Nein zu Rassismus"), während Vinícius bei Ballberührungen von den mitgereisten Benfica-Anhängern ausgebuht wurde.

Benfica musste auch auf Trainer José Mourinho nach seiner Gelb-Roten Karte im Hinspiel verzichten, er wurde von Co-Trainer João Tralhão vertreten. Bei Real fehlte der französische Topstürmer Kylian Mbappé wegen Kniebeschwerden. So bestimmte Benfica die Anfangsphase und ging durch Rafa Silva (14.) in Führung, der Ausgleich durch Aurélien Tchouaméni (16.) folgte wenig später. Vinícius Júnior schloss schließlich einen Konter zum Siegtreffer ab. Eine Schrecksekunde erlebte Real eine Viertelstunde vor Schluss, als Raúl Asencio nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler per Trage vom Feld transportiert werden musste.

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Galatasaray erstmals seit 2014 wieder im Achtelfinale

Galatasaray Istanbul steht zum ersten Mal seit der Saison 2013/14 wieder im Achtelfinale der Champions League. Der türkische Spitzenclub verlor das Rückspiel bei Juventus Turin zwar mit 2:3 (0:1, 0:3) nach Verlängerung, hatte das Hinspiel aber mit 5:2 dominiert. Für Juventus trafen Manuel Locatelli (37./Foulelfmeter), Federico Gatti (70.) und Weston McKennie (82.), die letzten zwei Tore gelangen der alten Dame nach der Roten Karte von Lloyd Kelly (50.) in Unterzahl. Victor Osimhen (105.+1) ließ Galatasaray aufatmen. Ilkay Gündogan und Nationalspieler Leroy Sané wurden in der zweiten Hälfte eingewechselt. Baris Yilmaz (119.) sorgte mit dem Treffer zum 2:3 für die Entscheidung.

Titelverteidiger PSG holt erneut Rückstand auf

Paris St. Germain holte im französischen Duell gegen die AS Monaco wie schon beim 3:2-Erfolg im Hinspiel einen Rückstand auf und steht nach einem 2:2 (0:1) im Achtelfinale. Wie schon im Hinspiel profitierte der Champions-League-Sieger von 2025 auch von einem Platzverweis des Gegners. Nach der Gelb-Roten Karte von Mamadou Coulibaly (59.) glich Paris beim anschließenden Freistoß durch Marquinhos (60.) aus, Khvicha Kvaratskhelia (66.) ließ wenig später das 2:1 folgen. Maghnes Akliouche (45.+1) hatte die Gäste, bei denen Thilo Kehrer gegen seinen Ex-Club in der Startformation stand, in der ersten Hälfte mit 1:0 in Führung gebracht. Jordan Teze (90.+1) gelang in der Nachspielzeit noch der Ausgleich für Monaco.

Die Auslosung für das Achtelfinale findet am Freitag ab 12.00 Uhr in Nyon (Schweiz) statt. Real Madrid trifft dort auf Sporting Lissabon oder Manchester City, Galatasaray auf den FC Liverpool oder Tottenham Hotspur, und PSG wird es mit dem FC Barcelona oder FC Chelsea zu tun bekommen.

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