Völler wird bei Undav deutlich: 'Da liegt gar nichts im Argen'
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat sich in einem ausführlichen Statement zur Situation von Nationalstürmer Deniz Undav im deutschen Fußballnationalteam geäußert. Bei einem Interview am Rande des U21-Länderspiels in Athen betonte Völler gegenüber ProSieben Maxx die positive Kommunikation zwischen allen Beteiligten.
Wunderbare Gespräche und klare Rollenzuweisung
„Da liegt gar nichts im Argen“, sagte Völler mit Nachdruck und fügte hinzu: „Wir haben wunderbare Gespräche geführt.“ Der Sportdirektor verwies dabei auf die konstruktiven Diskussionen zwischen Bundestrainer Julian Nagelsmann und dem Stuttgarter Angreifer. Nagelsmann habe Undav in diesen Gesprächen die Rolle als WM-Joker zugewiesen – eine Position, die der Stürmer mit seinem Tor beim 2:1-Sieg gegen Ghana am Montagabend eindrucksvoll untermauerte.
Allerdings hegt Undav selbst Ambitionen für eine größere Rolle im Team. „Durch Tore – und auch wichtige Tore – kann sich die Rolle vielleicht verändern“, äußerte der Offensivspieler. Nagelsmann zeigte sich in dieser Hinsicht jedoch zurückhaltend und bezeichnete eine Änderung der Rollenzuweisung als „eher unwahrscheinlich“.
Völler lobt Undavs Qualitäten
„Es ist genauso gekommen, wie Julian es vorhergesagt hat“, betonte Völler und würdigte die Leistung des Stürmers. „Deniz ist ein Schlitzohr, der in den paar Minuten sofort auf dem Platz ist, mit seiner Schlitzohrigkeit und Schusstechnik immer da ist, wo er sein muss, und das Tor erzielen kann.“
Der Sportdirektor zeigte sich beeindruckt von Undavs Fähigkeiten: „Das hat er wunderbar gemacht, deswegen ist er auch dabei.“ Gleichzeitig machte Völler deutlich, dass nicht jeder Spieler von Anfang an auf dem Platz stehen könne: „Undav wird seine Spielzeiten bekommen. Dass jeder von Anfang an spielen möchte, ist ja klar.“
Kritik an Pfiffen für Sané
In einem weiteren Punkt äußerte sich Völler kritisch zu den Reaktionen der Fans. „Überrascht und enttäuscht“ zeigte er sich über die Pfiffe bei der Einwechslung von Leroy Sané während des Spiels in Stuttgart: „Das war so nicht eingeplant.“ Der DFB-Sportdirektor betonte damit die Bedeutung einer unterstützenden Atmosphäre für die Nationalspieler.
Insgesamt zeichnete Völler das Bild einer harmonischen und professionell geführten Nationalmannschaft, in der klare Kommunikation und gegenseitiger Respekt im Vordergrund stehen. Die Aussagen des Sportdirektors unterstreichen den konstruktiven Umgang mit Spielerrollen und Erwartungen innerhalb des DFB-Teams.



