Werder Bremen: Füllkrug-Rückkehr im Winter immer wahrscheinlicher
Werder Bremen: Füllkrug-Rückkehr im Winter immer wahrscheinlicher

Die Enttäuschung bei Niclas Füllkrug nach der Nichtnominierung für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko war groß. Der 33-jährige Stürmer hatte sich Hoffnungen auf eine Teilnahme gemacht. Nach Informationen von SPORT BILD stand er in den vergangenen Monaten im regelmäßigen Austausch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann, der ihm stets dessen Bedeutung für die Mannschaft hervorhob – als möglicher Joker, Anführer und Ansprechpartner für junge Spieler.

Füllkrug lieferte im DFB-Trikot stets ab, wenn er fit war: In 24 Länderspielen erzielte er 14 Tore. In seinen beiden Klubs in den letzten zwei Jahren gelang ihm das nicht, vor allem bei West Ham United wurde er durch Verletzungen zurückgeworfen. Für die Engländer traf er in 26 Ligaspielen nur dreimal, nach seiner Leihe zur AC Mailand in 20 Spielen einmal. Für Nagelsmann war das zu wenig.

Den Sommer wird Füllkrug nutzen, um über seine Zukunft zu entscheiden. Nach dem 1:2 gegen Cagliari und dem Verpassen der Champions League sowie dem Trainer- und Bosse-Beben in Mailand wird er den Klub verlassen. Laut Vertrag muss er zurück nach England, wo sein Arbeitsverhältnis bis 2028 läuft. Allerdings ist ein Verbleib nahezu ausgeschlossen: Nach dem Abstieg der Hammers aus der Premier League ist Füllkrug mit einem Jahresgehalt von geschätzt 4,5 Millionen Euro netto zu teuer. West Ham wird ihn daher für eine Mini-Ablöse oder sogar kostenlos abgeben.

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Das eröffnet Werder Bremen eine große Chance, Füllkrug im zweiten Anlauf zurückzuholen. Bereits in der vergangenen Winterpause war der Deal gescheitert, weil er wirtschaftlich nicht umsetzbar war. Jetzt könnte das anders sein, da Füllkrug bei einer vorzeitigen Trennung von West Ham wohl eine hohe Abfindung erhält. Für ihn steht nicht mehr das Geld im Vordergrund, sondern der Wunsch, gebraucht zu werden, seine Klasse zu zeigen und Spaß am Fußball zu haben. Zudem möchte er seinen Lebensmittelpunkt in der Nähe seiner Geburtsstadt Hannover haben, und Bremen ist nur etwas mehr als eine Autostunde entfernt.

Füllkrug hat zwar andere Optionen, etwa in der MLS, aber aktuell will er nicht in die USA wechseln. Auch spanische und italienische Vereine wie der Aufsteiger Venezia FC zeigen Interesse. Doch Füllkrug liebäugelt eher mit einer Rückkehr nach Deutschland. Konkurrenz gibt es aus Wolfsburg, aber der VfL ist für den Stürmer, der hauptsächlich für Traditionsklubs spielte, nach dem Abstieg in die 2. Liga möglicherweise nicht emotional interessant genug.

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