Werder Bremens skurriler Sieg gegen Heidenheim beendet 13 Spiele ohne Sieg
Werder Bremens skurriler Sieg beendet 13 Spiele ohne Sieg

Werder Bremen beendet Sieglos-Serie mit kuriosem Erfolg gegen Heidenheim

Im erbitterten Existenzkampf der Fußball-Bundesliga zählen am Ende nur die Ergebnisse – egal wie sie zustande kommen. Für Werder Bremen war diese Erkenntnis am Samstagnachmittag im Weserstadion von entscheidender Bedeutung. Nach zuvor dreizehn Spielen ohne Sieg und einer anhaltenden Negativspirale gelang den Grün-Weißen endlich wieder ein Dreier. Gegen das Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim setzte sich Bremen mit 2:0 durch, wobei das entscheidende zweite Tor in der sechsten Minute der Nachspielzeit durch ein skurriles Eigentor fiel.

Thioune findet endlich die richtigen Worte

Trainer Daniel Thioune, der nach der Entlassung von Horst Steffen zunächst drei Spiele ohne Punktgewinn erlebte, stand unter immensem Druck. Vor dem Spiel betonte er die Notwendigkeit, die Mannschaft an ihr Selbstwertgefühl zu erinnern und den negativen „Noise“ auszublenden. „Ich glaube, dass sie ein Stück weit auch Noise Cancelling betreiben muss“, so Thioune. Die Werder-Ultras signalisierten vor Anpfiff mit einer besonderen Aktion ihre Unterstützung und boten dem Team trotz enttäuschender Leistungen der vergangenen Wochen den Schulterschluss an.

Milošević erzielt lang ersehntes Stürmertor

Thioune setzte erstmals von Beginn an auf Stürmer Jovan Milošević, der zuvor nur auf 31 Einsatzminuten gekommen war. Die Leihgabe vom VfB Stuttgart rechtfertigte das Vertrauen: In der 57. Minute köpfte er eine Hereingabe von Romano Schmid zum 1:0 ein – ein in dieser Saison äußerst seltenes Stürmertor für Werder. Zuvor hatte Bremen bereits mehrere Großchancen vergeben, darunter ein zurückgepfiffenes Tor von Olivier Deman und eine vergebene Möglichkeit von Milošević aus drei Metern.

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Die Bremer Krisenstimmung schien sich langsam aufzulösen, obwohl der drittschwächste Angriff der Liga weiterhin mit Abschlussschwäche kämpfte. Dennoch dominierte Werder das Spiel gegen ein enttäuschendes Heidenheim, das kaum gefährliche Offensivaktionen zustande brachte.

Eigentor besiegelt Heidenheims Abstiegsschicksal

In der Nachspielzeit erlebte das Weserstadion emotionale Achterbahnfahrten: Zunächst verhinderte Torwart Mio Backhaus mit einer sicheren Parade einen Heidenheimer Konter, nachdem er in der Vorwoche noch durch einen Patzer aufgefallen war. Dann verfehlte Keke Topp in der 92. Minute aus bester Position das leere Bremer Tor. Den Schlusspunkt setzte schließlich ein abwehrlässiger Schuss von Justin Njinmah, der Heidenheims Hennes Behrens am Kopf traf und von dort ins eigene Netz sprang – reiner Slapstick, aber für Bremen Gold wert.

Mit diesem Sieg springt Werder vorerst auf den Relegationsplatz und überholt den VfL Wolfsburg. Für Heidenheim hingegen scheint das Bundesliga-Abenteuer praktisch beendet. Acht Punkte fehlen auf den Relegationsplatz, Trainer Frank Schmidt gab sich nach dem Spiel realistisch: „Es wäre schon mehr als ein Wunder, wenn wir da unten noch mal rauskommen. Wir haben heute gegen den Tabellenvorletzten keine Chance gehabt.“

Parallel dazu gewann der direkte Konkurrent FC St. Pauli 1:0 bei der TSG Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach siegte dank eines Last-Minute-Treffers mit 1:0 gegen Union Berlin, und Bayer Leverkusen spielte 1:1 gegen Mainz 05.

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