Derby-Krawalle: Werder schickt 40.000-Euro-Klo-Rechnung an HSV
Werder schickt Klo-Rechnung an HSV nach Derby-Krawallen

Das Nord-Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am 13. April 2026 endete nicht nur mit einem 3:1-Sieg für die Bremer, sondern auch mit erheblichen Sachschäden. Nach dem Abpfiff ließen HSV-Ultras ihrem Frust freien Lauf: Sie zündeten Feuerwerkskörper in Richtung des Werder-Fanblocks und setzten die Gästetoilette im Weserstadion in Brand. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, doch die Bilanz ist teuer.

Werder Bremen stellt dem HSV die Rechnung

Wie Werder Bremen auf Anfrage mitteilte, belaufen sich die Reparaturkosten für die zerstörte Sanitäranlage auf rund 40.000 Euro. Die Schäden konnten vollständig behoben werden, sodass die Toiletten rechtzeitig zum Heimspiel gegen den FC Augsburg am Samstag wieder nutzbar sind. „Mit dem HSV stehen wir weiterhin im Austausch und werden die Kosten an ihn weitergeben“, erklärte ein Werder-Sprecher. Glück im Unglück für den HSV: Die Lüftungsanlage blieb unbeschädigt, andernfalls hätte der Schaden im niedrigen sechsstelligen Bereich gelegen.

Ermittlungen der Polizei noch nicht abgeschlossen

Die Polizei hat sich bislang nicht zum aktuellen Stand der Ermittlungen geäußert. Sollten die Täter jedoch eindeutig als HSV-Fans identifiziert werden, übernimmt der HSV die komplette Rechnung. Es ist branchenüblich, dass der Verein für die Schäden seiner Anhänger aufkommt, selbst wenn diese in einem fremden Stadion entstehen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Profitieren werden von der schnellen Reparatur vor allem die 1300 erwarteten Augsburg-Fans, die am Samstag um 15.30 Uhr (live bei Sky) im Weserstadion gastieren. Wären die Toiletten nicht rechtzeitig fertig geworden, hätten die Gäste weite Wege zu den nächsten sanitären Anlagen zurücklegen müssen.

Werder Bremen drohen ebenfalls hohe Kosten

Obwohl der HSV voraussichtlich für die 40.000 Euro aufkommt, wird das Derby auch für Werder teuer. Die Bremer rechnen mit einer Polizeikosten-Rechnung in Höhe von rund 450.000 Euro. Hinzu kommt eine mögliche Pyro-Strafe, die zwischen 200.000 und 250.000 Euro liegen dürfte. Diese Summen müssen die Bremer aus eigener Tasche zahlen.

Das Nord-Derby bleibt damit nicht nur sportlich in Erinnerung, sondern auch als eines der teuersten Spiele der Saison für beide Vereine.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration