Timo Werner feiert Durchbruch in der Major League Soccer
Mit einem Tor und einer Vorlage beim überzeugenden 4:1-Sieg gegen den Los Angeles FC hat Timo Werner seinen endgültigen Einstand bei den San José Earthquakes gegeben. Der ehemalige deutsche Nationalspieler zeigte eine beeindruckende Leistung und trug maßgeblich zum fünften Sieg in Folge seines neuen Teams bei, das sich damit auf Rang zwei der Western Conference in der MLS vorschob.
„Endlich auf der Torschützenliste“: Werners Erleichterung nach erstem Treffer
„Für mich war es sehr wichtig, ein Tor zu schießen und endlich auf die Torschützenliste zu kommen“, gestand Werner im exklusiven Gespräch mit SPORT1 erleichtert. Nicht weniger wertvoll war sein bereits dritter Assist im fünften Spiel für San José, der sein Team früh auf die Siegerstraße brachte. „Das war entscheidend, um gut ins Spiel hereinzukommen. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte und wir das wichtige Spiel gewonnen haben.“
Der Weg ins Ungewisse: Warum Werner nach Kalifornien wechselte
Ende Januar hatte Werner den Schritt von RB Leipzig an die Westküste der USA gewagt. Wie der 30-Jährige offenbarte, war dieser Transfer für ihn „ein Stück weit ein Weg ins Blaue. Ich konnte aus persönlichen Gründen nicht hierherkommen, um mir alles vorab anzuschauen. Doch Kalifornien war schon lange ein großes Ziel von mir“, erklärte der Stürmer.
Neben dem legendären kalifornischen Wetter hatte auch Earthquakes-Cheftrainer Bruce Arena, 74, den Wechsel nach San José attraktiv gemacht. Der erfahrene Trainer hatte Werner von einer ambitionierten Mannschaft überzeugt, in der es dem Deutschen mittlerweile ausgezeichnet gefällt. „Wir spielen einen guten, kontrollierten Fußball und haben gegen die besten Mannschaften alle gewonnen. Es ist ein schönes Leben hier, das sehr viel Spaß macht“, schwärmte Werner.
Leben in den USA: „Schon ein bisschen wild“
Doch das Leben als deutscher Staatsbürger in den Vereinigten Staaten stellt den Fußballprofi auch vor unerwartete Herausforderungen. „Es ist schon ein bisschen wild. Als Nicht-Amerikaner muss man viele Hürden überwinden, um beispielsweise ein Auto oder ein Haus zu bekommen“, schmunzelte Werner im Gespräch.
Trotz dieser administrativen Hürden zieht der Stürmer eine durchweg positive Zwischenbilanz: „Die Gegend, in der ich wohne, ist absolut wunderschön. Man kann es sich hier richtig gut gehen lassen. Bei dem fantastischen Wetter und der tollen Mannschaft kann ich ein wirklich gutes Zwischenfazit ziehen.“
Mit seiner Leistung gegen Los Angeles FC hat Werner nicht nur sein erstes MLS-Tor erzielt, sondern auch bewiesen, dass der Wechsel in die USA sportlich wie persönlich die richtige Entscheidung war. Die San José Earthquakes profitieren sichtlich von seiner Erfahrung und seinem Torriecher, während Werner in Kalifornien eine neue sportliche Heimat gefunden hat.



