Timo Werner startet mit Vorlage bei US-Debüt für San José Earthquakes
Werner: Vorlage bei US-Debüt für San José Earthquakes

Timo Werner startet mit Vorlage bei US-Debüt für San José Earthquakes

Mit Jetlag auf den Platz und gleich eine wichtige Vorlage: Timo Werner hat sein Debüt für die San José Earthquakes in der Major League Soccer (MLS) nahezu perfekt gestaltet. Der frühere deutsche Nationalspieler bereitete beim 2:0-Heimsieg gegen Atlanta United das entscheidende zweite Tor vor und sorgte damit für Aufsehen in seinem neuen Fußballumfeld.

Erfolgreicher Einstand trotz Reisestrapazen

Der 29-jährige Stürmer wurde in der 61. Spielminute für Torschütze Preston Judd eingewechselt und zeigte bereits nach kurzer Zeit seine Qualitäten. In der 79. Minute wurde Werner auf der rechten Seite steil geschickt, nutzte seine charakteristische Schnelligkeit und spielte den Ball flach und scharf ins Zentrum. Dort vollendete Ousseni Bouda sicher zum 2:0-Endstand für die Earthquakes.

„Es war ein guter Start. Ich denke, das Beste wäre ein Tor gewesen, aber man kann nicht alles haben“, sagte Werner nach dem Spiel. „Ich denke, ich habe dem Team in einer Phase geholfen, in der es schwierig war.“

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Anreise unter besonderen Umständen

Dass Werner nicht von Beginn an auf dem Platz stand, hatte triftige Gründe. Der Wechsel von RB Leipzig zu den San José Earthquakes in der Winterpause der Bundesliga war bis zuletzt durch Visumprobleme verzögert worden. Erst am Dienstag erhielt Werner im US-Konsulat in Berlin überraschend seine Aufenthaltsgenehmigung und stieg am nächsten Tag sofort ins Flugzeug.

„Ich verbrachte anderthalb Tage im Flugzeug und hatte am Donnerstag mein erstes Training mit den Earthquakes“, berichtete der Stürmer über die anstrengende Anreise. Die Reisestrapazen und der damit verbundene Jetlag waren somit maßgeblich dafür verantwortlich, dass er gegen Atlanta United zunächst auf der Bank begann.

Fitnessaufbau und Führungsrolle als Ziele

Nun konzentriert sich Werner darauf, schnell die nötige Fitness für die Anforderungen der MLS zu erreichen. In Leipzig sei es schwierig gewesen, „in Form zu bleiben, die ganze Zeit allein zu trainieren“. Die Aussicht auf das neue Abenteuer in den Vereinigten Staaten habe ihn jedoch stark motiviert.

„Natürlich war ich nicht auf dem Level, auf dem ich sein sollte“, räumte Werner ein. „Aber es hat gereicht, um eine Vorlage zu geben und dem Team zu helfen.“

Diese Hilfe soll der bald 30-Jährige künftig nicht nur auf dem Platz, sondern auch als Führungsspieler neben dem Rasen leisten. „Das erwartet man von mir“, sagte Werner selbstbewusst. „Ich werde in ein paar Tagen 30 und mit Erfahrung muss man ein Führungsspieler sein und vorangehen.“

Der erfolgreiche Debütauftritt gibt Werner und den San José Earthquakes somit vielversprechende Perspektiven für die kommende Saison in der nordamerikanischen Profiliga.

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