Leipzig-Trainer Werner widerspricht Nagelsmanns Kritik an RB-Trio
Werner widerspricht Nagelsmanns Kritik an RB-Trio

Leipzig-Trainer Werner widerspricht Nagelsmanns Kritik an RB-Trio

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte mit einem ausführlichen Interview im Fachmagazin Kicker für Aufsehen gesorgt, in dem er drei Spieler von RB Leipzig öffentlich kritisierte. Der Trainer der Sachsen, Ole Werner, sieht die Leistungen seiner Schützlinge jedoch deutlich differenzierter und teilt die Einschätzung des Nationalcoaches nicht in vollem Umfang.

„Unterschiedliche Sichtweisen“ zwischen Bundestrainer und Vereinstrainer

„Ich traue all den Jungs zu, auch in der deutschen Nationalmannschaft eine gute Rolle zu spielen“, betonte Werner in seiner Stellungnahme. Die Äußerungen Nagelsmanns seien bei den betroffenen Spielern selbst nicht als besonders großes Thema wahrgenommen worden. Dennoch räumte der 37-jährige Coach ein: „Es gibt sicherlich unterschiedliche Sichtweisen darauf, wie man das machen kann.“

Konkret hatte Nagelsmann von Offensivspieler Brajan Gruda mehr Torgefahr eingefordert, Ridle Baku attestiert, er habe noch nicht das Leistungsniveau der Hinrunde erreicht, und bei Benjamin Henrichs bemängelt, dieser brauche nach seiner schweren Verletzung noch Spielrhythmus, komme aber kaum zum Einsatz.

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Werner verteidigt seine Spieler im Detail

Zu Gruda, der Anfang Februar vom englischen Verein Brighton & Hove Albion nach Leipzig gewechselt war und in bisher vier Bundesligaeinsätzen ein Tor sowie eine Vorlage verbuchen konnte, sagte Werner: „Natürlich kann bei Brajan mehr Output kommen. Auf der anderen Seite hat er noch nicht so wahnsinnig viele Spiele bei uns gemacht.“ Insgesamt zeigte sich der Trainer mit der Leistung des Neuzugangs „total zufrieden“.

Ähnlich positiv bewertete Werner die jüngsten Auftritte von Ridle Baku: „Ich finde, wenn man seine letzten Auftritte sieht, dass er einfach richtig Rhythmus aufgenommen hat.“ Da Nagelsmann sich auf der rechten Abwehrseite jedoch auf Joshua Kimmich festgelegt habe, gehe es beim Thema Weltmeisterschaft für Baku und Konkurrent Henrichs nur um die Rolle des Ersatzspielers.

Großes Lob für den zurückgekehrten Henrichs

Besonders deutlich verteidigte Werner Benjamin Henrichs, der nach einem Achillessehnenriss lange ausgefallen war. „Vor dem Hintergrund, wie lange er gefehlt hat, finde ich seine Leistung bemerkenswert. Er ist stabil zurückgekommen“, lobte der Leipzig-Trainer seinen Spieler. Diese Perspektive unterscheidet sich deutlich von der öffentlichen Kritik des Bundestrainers.

Unumstritten in der Nationalmannschaft ist aus Leipziger Sicht aktuell nur Linksverteidiger David Raum. Er dürfte sicher im Aufgebot stehen, wenn Julian Nagelsmann demnächst die Mannschaft für die letzten beiden Länderspiele vor der vorläufigen WM-Nominierung bekanntgibt. Deutschland trifft am 27. März in der Schweiz und drei Tage später in Stuttgart auf Ghana.

Die unterschiedlichen Bewertungen zwischen Bundestrainer und Vereinstrainer zeigen, wie komplex die Beurteilung von Spielerleistungen sein kann und wie verschiedene Perspektiven zu konträren Einschätzungen führen können.

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