WM-Eklat um angebliche White-Power-Geste
Die Fußballweltmeisterschaft in Nordamerika wird von einem unschönen Vorfall überschattet. Nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao geriet der australische Videoschiedsrichter Shaun Evans in die Kritik. In einer Fernsehaufnahme war zu sehen, wie Evans mit seinen Fingern ein Zeichen formte, das in rechtsextremen Kreisen als sogenanntes White-Power-Symbol interpretiert wird.
Evans selbst wies die Vorwürfe umgehend zurück und betonte, dass es sich um eine unabsichtliche Geste gehandelt habe. Der Weltverband Fifa hat nach Prüfung des Vorfalls entschieden, keine Konsequenzen gegen den Unparteiischen zu ergreifen. Man sehe keine ausreichenden Beweise für eine vorsätzliche Handlung, hieß es in einer Stellungnahme.
Hintergrund des Symbols
Das umstrittene Handzeichen, bei dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis bilden und die restlichen Finger abgespreizt werden, wird von einigen rechtsextremen Gruppen als Erkennungszeichen genutzt. Allerdings ist die Bedeutung nicht eindeutig; viele verwenden es auch als OK-Zeichen.
Iranische Spieler dürfen in USA übernachten
In einem anderen WM-relevanten Thema wurde am Montag bekannt, dass die iranische Fußballnationalmannschaft während des Turniers doch in den USA übernachten darf. Ursprünglich war geplant, dass das Team um Stürmer Mehdi Taremi erst am Spieltag in die USA reist und direkt nach dem Spiel wieder ins mexikanische Tijuana zurückkehrt. Diese Regelung wurde nun gelockert.
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