Wirtz-Gala rettet DFB-Team bei Fehlerfestival: 4:3-Sieg gegen Schweiz
Wirtz-Gala rettet DFB bei Fehlerfestival gegen Schweiz

Wirtz-Gala rettet DFB-Team bei Fehlerfestival in Basel

Ein überragender Florian Wirtz hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim Fehlerfestival in Basel vor einem holprigen Start ins WM-Jahr 2026 bewahrt. Mit einem beeindruckenden Doppelpack und zwei Torvorlagen sorgte der Offensivstar vom FC Liverpool für den knappen 4:3 (2:2)-Sieg gegen die Schweiz. Dieser Erfolg markiert den ersten deutschen Sieg gegen die Eidgenossen seit 18 Jahren.

Defensive Schwächen trotz Offensivfeuerwerk

Die Gala-Performance des 22-jährigen Wirtz konnte jedoch nicht über die zahlreichen bedenklichen Abwehrschwächen hinwegtäuschen, die sich drei Monate vor dem WM-Start in Amerika zeigten. Bundestrainer Julian Nagelsmann steht mit einer langen Mängelliste noch umfangreiche Arbeit bevor, wenn die großen WM-Ziele nicht zu einem bloßen Fußball-Traumgebilde verkommen sollen.

Vor 34.316 Zuschauern im ausverkauften St. Jakob-Park nutzten Dan Ndoye (17. Minute) und Breel Embolo (41.) naive Abwehrfehler der DFB-Elf in der ersten Halbzeit zu Schweizer Treffern. Jonathan Tah mit seinem Premierentreffer (26.) und Serge Gnabry (45.+2) glich jeweils nach Vorarbeit von Wirtz aus.

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Wirtz als entscheidender Matchwinner

Der Zauberfuß traf in der 62. und 86. Minute in den neuen blauen WM-Trikots zum deutschen Start-Sieg 2026, nachdem Joel Monteiro in einem wilden Spiel für die Schweiz zwischenzeitlich ausgeglichen hatte (78.). Wirtz war damit an allen vier deutschen Toren beteiligt und zeigte eine beeindruckende Einzelleistung.

Bereits am Montag in Stuttgart muss beim zweiten Härtetest gegen Ghana das von Nagelsmann propagierte Rollenspiel der WM-Kandidaten deutlich besser funktionieren, um die erhoffte Aufbruchstimmung Richtung Amerika anzuheizen.

Deutsche Defensive nicht WM-reif

„Ein Spiel auf Augenhöhe“ erwartete Nagelsmann vor der Partie – und der Bundestrainer sollte Recht behalten. Auch wenn die deutsche Mannschaft mit viel Ballkontrolle und hohem Pressing WM-Vorfreude entfachen wollte, schlichen sich in der Defensive bedenkliche Fehler ein. Zu leicht war das DFB-Team bei den Schweizer Kontern auszuspielen.

Nico Schlotterbeck erwischte einen rabenschwarzen Abend, und auch der gerade zum WM-Keeper erklärte Oliver Baumann lieferte mit einigen Unsicherheiten beim elften DFB-Einsatz sein schlechtestes Länderspiel ab. Bei beiden Schweizer Toren gingen Fehlpässe des hoch gehandelten BVB-Verteidigers voraus.

Havertz-Rückkehr mit Glücklosigkeit

Rückkehrer Kai Havertz, der nach 16-monatiger Verletzungsauszeit im Sturmzentrum den Vorzug vor Nick Woltemade und Deniz Undav erhielt, agierte indes noch glücklos. Der Arsenal-Stürmer wurde gut in Szene gesetzt und kam im ersten Durchgang zu einigen Möglichkeiten, doch ein Tor war ihm bei seinem gut einstündigen Auftritt nicht vergönnt.

„Wir vermissen Kai seit Ewigkeiten. Er muss natürlich Rhythmus bekommen bei uns. Das können wir ihm nur noch in den vier Spielen bis zur WM geben“, begründete Nagelsmann beim TV-Sender RTL die Entscheidung für Havertz.

Positiver Debütant und enttäuschende Leistungen

Ein Hoffnungsschimmer war das flotte DFB-Debüt von Bayern-Jungstar Lennart Karl (18), der nach seiner Einwechslung ein belebendes Element war. Das Gegenstück zu Wirtz lieferte indes Leroy Sané, der oft teilnahmslos wirkte und dessen Auswechslung nach 63 Minuten überfällig war.

Und doch hätte es am Ende fast nicht zum Sieg gereicht. Weil der deutsche Defensivverbund wieder nicht konsequent genug agierte, kam Monteiro mit einem feinen Schuss aus gut 20 Metern noch zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch an diesem Abend machte Wirtz den entscheidenden Unterschied.

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