WM 2026: Spanien besiegt Argentinien im Finale – Trump und Infantino ausgepfiffen
WM 2026: Spanien Weltmeister – Pfiffe für Trump und Infantino

Spanien ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Die Iberer besiegten Argentinien im Finale von East Rutherford mit 1:0 nach Verlängerung. Ferran Torres erzielte in der 106. Minute vor 80.663 Zuschauern das entscheidende Tor. Der 65-jährige Luis de la Fuente wurde zum ältesten Trainer, der je eine WM gewann. Für Lionel Messi, der bei diesem Turnier mit acht Toren und vier Assists glänzte, platzte der Traum von der Titelverteidigung mit 39 Jahren.

Pfeifkonzert für Trump und Infantino bei der Siegerehrung

US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino wurden vor der Pokalübergabe von großen Teilen des Publikums ausgepfiffen. Als beide den Rasen betraten, ertönte ein Pfeifkonzert. Dennoch überreichten sie gemeinsam den goldenen WM-Pokal an Spaniens Kapitän Rodri. Trump unterhielt sich anschließend mit spanischen Spielern und posierte am Rand des Siegerfotos. Zusammen mit Infantino verteilte er die Medaillen an beide Teams.

Trump: „Wir sind ein Fußballland geworden“

Bereits vor dem Spiel hatte Trump bei einem FIFA-Empfang im Trump Tower in New York erklärt: „Es hat sich gezeigt, dass wir ein Fußballland sind, und ich glaube, das wird auch so bleiben. Dieses Turnier hat die Welt wirklich zusammengebracht.“ Dem TV-Sender Fox sagte er, er werde Infantino bitten, zeitnah eine weitere WM in den USA stattfinden zu lassen. Trump verfolgte das Endspiel als Ehrengast – es war sein erster Stadionbesuch bei diesem Turnier.

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Infantino flog während der WM mehr als zweimal um die Erde

Laut einer Recherche der Nachrichtenagentur AP legte Infantino vom 9. Juni bis zum Finaltag 95.403 Kilometer im Flugzeug zurück – das entspricht fast zweieinhalb Erdumrundungen (Äquatorumfang: rund 40.000 Kilometer). Er besuchte 43 der 104 WM-Spiele und nutzte dafür wohl eine Gulfstream G650 aus der Flotte der Charterabteilung des WM-Sponsors Qatar Airways. Die FIFA äußerte sich auf Anfrage nicht.

Rekord-Preisgeld für den Weltmeister

Der Sieger erhielt 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro), der Verlierer 33 Millionen US-Dollar. Insgesamt schüttete die FIFA 871 Millionen US-Dollar direkt an die 48 teilnehmenden Verbände aus. Jedes Team bekam 2,5 Millionen US-Dollar für Vorbereitungskosten, plus mindestens zehn Millionen US-Dollar beim Ausscheiden in der Vorrunde. Der DFB kassierte für das Aus im Sechzehntelfinale elf Millionen US-Dollar – deutlich weniger als für den WM-Sieg 2014 (35 Millionen Dollar).

Erste Halbzeitshow der WM-Geschichte: 27 Minuten Pause

Bei der ersten Halbzeitshow traten Justin Bieber, Madonna und Shakira auf einer regenbogenfarbenen Plane über dem Rasen auf, begleitet von Feuerwerk und Tänzern. Die Pause dauerte rund 27 Minuten statt der üblichen 15 Minuten – was bereits im Vorfeld Debatten ausgelöst hatte. Vor dem Spiel sorgten Post Malone, Robbie Williams und Nicole Scherzinger bei der Schlussfeier für Stimmung.

Telekom sichert sich Medienrechte an WM 2030

Die Deutsche Telekom erwarb die Medienrechte für alle 104 Partien der WM 2030, die vom 8. Juni bis 21. Juli in sechs Ländern auf drei Kontinenten stattfindet: Spanien, Portugal, Marokko, Uruguay, Paraguay und Argentinien. Die Spiele werden auf MagentaTV übertragen. Bereits im Vorjahr hatte die Telekom die Rechte für die EM 2028 erworben.

Klopp verkündet Einigung mit Red Bull

Jürgen Klopp sagte bei MagentaTV: „Ich habe eine Einigung mit RB gefunden, eine großzügige Regelung.“ Der Weg für seinen Wechsel zum DFB sei frei, aber die Gespräche mit dem Verband liefen noch. „Es ist nichts final, aber alles geht in die richtige Richtung.“

FIFA rechnet mit Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar

Laut „The Guardian“ informierte Infantino die Mitgliedsverbände über erwartete Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar (rund 13,1 Milliarden Euro) – ursprünglich waren 11 Milliarden Dollar geplant. Grund seien hohe Einnahmen aus Hospitality und Ticketverkauf. Zum Vergleich: 2022 (WM in Katar) nahm die FIFA 5,769 Milliarden Dollar ein, damals mit 32 Mannschaften. Auf dem offiziellen Zweitmarkt kassiert die FIFA 15 Prozent Gebühr pro Ticket von Käufer und Verkäufer.

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Tuchel kontert Kritik mit Bronze

England gewann das Spiel um Platz drei gegen Frankreich mit 6:4 (4:0) in Miami. Trainer Thomas Tuchel hatte nach dem Halbfinal-Aus gegen Argentinien Kritik einstecken müssen. BBC-Experte Martin Keown sagte: „Es wäre komplette Zeitverschwendung, wenn wir ihn nicht behalten würden. Ich denke, wir sollten ihn unterstützen.“ Mbappé traf zweimal und zog mit 22 WM-Toren an Messi (21) vorbei, sagte aber: „Ich wäre lieber nicht der Allzeit-Toptorjäger und würde stattdessen morgen das Finale spielen.“

Rauch über New York: Hoffnung auf Besserung fürs Finale

Kanadische Waldbrände hatten tagelang zu schlechter Luftqualität in New York geführt. Der nationale Wetterdienst sagte für Samstag und die Nacht zum Sonntag eine Kaltfront mit Gewitter und Regen voraus, die die Luftqualität deutlich verbessern sollte. Bürgermeister Mamdani und Gouverneurin Hochul hatten die Situation zuvor als „sehr ernst“ und „sehr ungesund“ bewertet.

Deutscher Video-Assistent im Finale

Schiedsrichter Bastian Dankert wurde als Video-Assistent für das Endspiel nominiert. Der 46-Jährige ist international einer der erfahrensten VARs und war bei diesem Turnier bereits zwölfmal im Einsatz.

Argentiniens Präsident Milei reist aus Aberglauben nicht an

Javier Milei verfolgte das Finale von seinem Amtssitz in Buenos Aires aus, wie alle bisherigen Spiele. Zu seiner Glücksroutine gehört das Tragen derselben Jacke. Er erklärte: „Nein, auf keinen Fall“ auf die Frage, ob er ins Stadion reisen werde.