WM als Chance: Kimmich wünscht sich positiven Patriotismus
WM als Chance: Kimmich wünscht sich positiven Patriotismus

Deutschlands Nationalmannschafts-Kapitän Joshua Kimmich erhofft sich von der Fußball-Weltmeisterschaft einen Beitrag zur Verbesserung der Stimmung im Land. In einem Interview mit der Bild am Sonntag vor dem ersten WM-Spiel gegen Curacao äußerte sich der Profi des FC Bayern München deutlich.

Kimmich: Sport als große Chance

„Selbstverständlich spüre ich die aktuelle Unzufriedenheit in Deutschland und auch, dass es politisch und gesellschaftlich ziemlich unruhig ist. Der Sport kann hier eine große Chance sein“, sagte der 31-Jährige. Er betonte, dass die Nationalmannschaft bei diesem Turnier eine wichtige Rolle spielen könne.

Erinnerung an das Sommermärchen 2006

Kimmich zog einen Vergleich zur Weltmeisterschaft im eigenen Land vor 20 Jahren. „Im Sommer 2006 hat die WM Deutschland extrem geholfen und verändert“, erinnerte er sich. „Wir haben der ganzen Welt eine Offenheit gezeigt, die das Bild über uns bis heute prägt.“ Der Kapitän hofft, dass die deutsche Mannschaft diesmal „eine Botschaft nach innen ins eigene Land, anstatt nach außen übertragen“ kann.

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Wunsch nach positivem Patriotismus

Persönlich wünscht sich Kimmich, dass „in Deutschland wieder ein positiver Patriotismus und gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich sind - ohne dabei andere auszuschließen“. Er habe „oft das Gefühl, dass das aufgrund unserer Vergangenheit nicht immer möglich ist“. Der 31-Jährige sieht die WM daher als Gelegenheit, diese Werte zu fördern und die Gesellschaft zu einen.

Das erste WM-Spiel gegen Curacao wird um 19.00 Uhr in der ARD und bei MagentaTV übertragen.

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