Die deutsche Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gestartet. Im texanischen Houston gewann die DFB-Elf mit 7:1 (3:1) gegen den Außenseiter Curaçao. Es war der erste WM-Auftaktsieg seit dem Titelgewinn 2014.
Frühe Führung und überraschender Ausgleich
Bereits in der sechsten Minute brachte Felix Nmecha die Deutschen in Führung. Nach einem einfachen Doppelpass mit Florian Wirtz vollendete er eiskalt. Curaçaos Defensive zeigte sich dabei wenig reaktionsschnell. Die Nagelsmann-Elf blieb zunächst überlegen und erspielte sich weitere Chancen durch Nmecha (9.), Leroy Sané (11.), erneut Nmecha (12.) und Wirtz (14.).
Doch mit dem ersten richtigen Angriff gelang dem krassen Außenseiter der Ausgleich. Auf der rechten Seite konnte Nico Schlotterbeck in zwei Versuchen nicht klären, Livano Comenencia kam zum Schuss. Joshua Kimmich fälschte leicht ab, Manuel Neuer, der sein DFB-Comeback feierte, konnte den Ball nur mit den Fingerspitzen berühren (21.).
Starke Reaktion und Torfestival
Die deutsche Mannschaft zeigte eine entschlossene Reaktion auf den überraschenden Rückschlag. Schlotterbeck per Kopf (28.) und Sané im Duell mit Curaçao-Torwart Eloy Room (33.) vergaben zunächst gute Gelegenheiten, ehe Schlotterbeck bei einem Eckball frei zur erneuten Führung köpfte (38.). Noch vor der Pause erhöhte Kai Havertz per Foulelfmeter nach klarem Foul an Nmecha auf 3:1 (45.+5).
Kurz nach dem Wiederanpfiff traf Jamal Musiala aus spitzem Winkel zum 4:1 (47.). In der 68. Minute durfte Nathaniel Brown über sein erstes Länderspieltor jubeln, nach Vorarbeit des eingewechselten Deniz Undav. Undav selbst trug sich zehn Minuten später nach Kimmich-Vorlage in die Torschützenliste ein (78.). Den Schlusspunkt setzte Havertz mit einem wunderbaren Lupfer zum 7:1 (88.).
Historischer Gegner
Curaçao, mit rund 150.000 Einwohnern das kleinste WM-Teilnehmerland der Geschichte, war für Deutschland wohl der einfachste Gruppengegner. Der Inselstaat aus der Karibik steht in der Weltrangliste auf Platz 82 und wird vom niederländischen Trainer Dick Advocaat betreut. Die anderen deutschen Gruppengegner, die Elfenbeinküste und Ecuador, treffen in der Nacht in Philadelphia aufeinander.
Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Weltmeisterschaften 2018 und 2022, als Deutschland jeweils das erste Vorrundenspiel verloren hatte, startete die DFB-Elf diesmal erfolgreich. Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Moral seiner Mannschaft, die nach dem frühen Rückstand schnell zurückgefunden hatte.



