Kurz vor der Halbzeitpause des WM-Finales zwischen Argentinien und Spanien ereilte den Titelverteidiger ein schwerer Schock. Beim Stand von 0:0 musste Argentiniens Stamm-Innenverteidiger Lisandro Martínez (28) verletzungsbedingt vom Feld. Der Abwehrspieler, der im gesamten Turnier als unverzichtbarer Partner von Cristian Romero in der Innenverteidigung agierte, konnte nicht weitermachen. Für ihn kam Routinier Nicolás Otamendi (38) ins Spiel.
Martínez‘ WM ist vorzeitig beendet
Für den 28-jährigen Martínez ist die Weltmeisterschaft damit vorzeitig beendet. Er hatte in jedem Spiel der Argentinier in der Startelf gestanden und mit starken Leistungen überzeugt. Sein Ausfall ist ein schwerer Schlag für das Team von Lionel Messi, das auf seine Abgeklärtheit und Zweikampfstärke angewiesen war. Die genaue Art der Verletzung war zunächst unklar, ebenso wie der Zeitpunkt, zu dem er sich diese zugezogen hatte.
Gelbe Karte kurz vor der Verletzung
Kurioserweise hatte Martínez kurz vor seiner Verletzung die erste Gelbe Karte des Spiels erhalten. Er hatte Spaniens Stürmer Mikel Oyarzabal taktisch gefoult, um einen gefährlichen Angriff zu unterbinden. Nur wenige Minuten später musste er dann mit schmerzverzerrtem Gesicht den Platz verlassen. Die argentinische Mannschaftsbank zeigte sich sichtlich betroffen, Trainer Lionel Scaloni musste früh im Finale einen taktischen Wechsel vornehmen.
Otamendi übernimmt in der Abwehr
Der eingewechselte Nicolás Otamendi, mit 38 Jahren der älteste Spieler im argentinischen Kader, soll nun die Abwehr stabilisieren. Der erfahrene Verteidiger, der bereits mehrere Weltmeisterschaften bestritten hat, ist ein routinierter Ersatz, doch die Dynamik der Startelf ist durch den frühen Wechsel gestört. Das Spiel stand zu diesem Zeitpunkt noch 0:0, und Argentinien musste sich neu sortieren.
Die Fans in New York, wo das Finale ausgetragen wurde, reagierten mit Bestürzung auf die Verletzung. In den sozialen Netzwerken machten sich Spekulationen über die Schwere der Verletzung breit. Offizielle Angaben zur Diagnose gab es während der Partie noch nicht. Fest steht: Für Lisandro Martínez ist diese WM vorbei, und Argentinien muss im Finale ohne seinen Abwehrchef auskommen.



