WM-Regel: Warum Belgiens Trossard trotz Verletzung nicht behandelt wurde
WM-Regel: Trossard trotz Verletzung nicht behandelt

Leandro Trossard lag mit großen Schmerzen auf dem Rasen, das medizinische Team der belgischen Fußball-Nationalmannschaft stand wenige Meter entfernt bereit – und doch kam die ärztliche Hilfe beim WM-Gruppenspiel gegen den Iran nicht zum Einsatz. Der Verzicht der Belgier hatte mit einer neuen Regel bei der Fußball-Weltmeisterschaft zu tun.

Die neue WM-Regel im Detail

Trotz des harten Einsteigens von Alireza Jahanbakhsh in die Wade von Trossard – der Stutzen war gerissen und der Stollenabdruck am Unterbein zu sehen – gab es vom argentinischen Schiedsrichter Dario Herrera keine Gelbe Karte. Wäre Trossard behandelt worden, hätte der Spieler für eine Minute das Spielfeld verlassen müssen. Ausgenommen von dieser Regel sind lediglich Torhüter sowie Spieler, die durch ein Foul verletzt wurden, wofür es Gelb oder Rot gegeben hat.

Diese Regeländerung soll Zeitverzögerungen durch simulierte Verletzungen verhindern und den Spielfluss verbessern. Allerdings führt sie auch zu Situationen, in denen Spieler trotz echter Verletzungen auf Behandlung verzichten, um ihr Team nicht in Unterzahl zu bringen.

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Reaktionen und Auswirkungen

Der Vorfall sorgte für Diskussionen unter Experten und Fans. Viele kritisierten, dass die Regel Spieler dazu zwinge, ihre Gesundheit zu riskieren. Der belgische Trainer Roberto Martinez äußerte sich nach dem Spiel: „Es ist eine schwierige Situation für die Spieler. Sie wollen weitermachen, aber die Regel zwingt sie manchmal zu Entscheidungen, die nicht im Sinne ihrer Gesundheit sind.“

Die Partie endete mit einem 1:0-Sieg für Belgien. Trossard konnte weiterspielen und trug zum Erfolg bei. Ob die Regel langfristig Bestand haben wird, bleibt abzuwarten.

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