WM-Skandal: Eintracht-Stürmer Wahi darf nicht nach Kanada einreisen
WM-Skandal: Eintracht-Stürmer Wahi darf nicht nach Kanada

Manipulationsverdacht: WM-Star von DFB-Gegner darf nicht zum Spiel reisen

Elye Wahi (23) beim WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen Ecuador – das war am vergangenen Spieltag noch möglich. Doch nun steht der Stürmer von Eintracht Frankfurt im Zentrum eines Skandals. Die Elfenbeinküste muss am Samstag in Toronto (22 Uhr, ZDF und MagentaTV) auf ihren Angreifer verzichten. Dem Profi wird die Einreise nach Kanada verweigert. Hintergrund sind Vorwürfe der Spielmanipulation.

Am heutigen Donnerstag gab der ivorische Fußballverband (FIF) das Fehlen seines Spielers bekannt. „Die für seine Einreise nach Kanada erforderlichen behördlichen Genehmigungen konnten zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeholt werden“, so die offizielle Mitteilung. Wahi werde in den USA bleiben und dort auf die Rückkehr des Teams warten. Beim 1:0-Sieg gegen Ecuador stand der Angreifer noch in der Startelf.

Besonders brisant: Eine Delegation von Eintracht Frankfurt, angeführt von Sportvorstand Markus Krösche (45) und Vorstandssprecher Axel Hellmann (54), wird ebenfalls beim Spiel erwartet. Wahi war in der vergangenen Rückrunde von Eintracht Frankfurt an OGC Nizza verliehen worden, kehrt aber nach der WM zur Eintracht zurück.

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Gegen Wahi waren Vorwürfe der Spielmanipulation bekannt geworden. So berichtete „The Athletic“, dass Wahi wegen des Verdachts auf „organisierten Betrug, organisierte Korruption im Sport, Umgang mit Erträgen aus Straftaten und Geldwäsche“ im Mai in Frankreich kurzzeitig festgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte: Der betreffende Spieler „wurde nach seiner Vernehmung im Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.“

Konkret soll es bei Wahi um ein französisches Erstliga-Spiel am 17. Mai gehen, berichtete „The Athletic“. Wahi steht demnach unter Verdacht, beim Duell mit dem FC Metz absichtlich eine Gelbe Karte kassiert zu haben. Die französische Fußballliga teilte mit, dass ihr mit Blick auf das Spiel untypische Vorgänge bei internationalen Sportwetten gemeldet worden seien. Ungewöhnlich viel sei auf eine Verwarnung von Wahi gesetzt worden. Die Liga schaltete die französische Justiz ein.

Der Verband der Elfenbeinküste bemerkte dazu, er habe Kenntnis von den Berichten genommen, betonte gleichzeitig aber: „In dieser besonders heiklen Zeit spricht die FIF dem Spieler die volle Unterstützung aus und bekräftigt ihr Vertrauen in ihn. Elye Wahi bleibt ein wichtiger Bestandteil der ivorischen Nationalmannschaft.“

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