Halbzeit und Cooling Breaks treiben Wasserverbrauch in die Höhe
Deutschland startete mit einem beeindruckenden 7:1-Sieg gegen Curaçao in die Fußball-Weltmeisterschaft. Bei diesem Torreigen blieb den Fans kaum Zeit für einen Toilettengang, wie eine aktuelle Auswertung der Berliner Wasserbetriebe zeigt. Die sogenannte „Spülanalyse“ offenbart, dass der Wasserverbrauch in Berlin während der Halbzeitpause und der neu eingeführten Cooling Breaks deutlich anstieg.
Spitzenwerte nach Halbzeitpfiff
Am Sonntagabend, während der Partie Deutschland gegen Curaçao, eilten nach dem Halbzeitpfiff besonders viele Menschen zur Toilette. Kein Wunder: Bei drei Toren der deutschen Mannschaft in der ersten Hälfte hielt es die meisten Fans gebannt vor den Bildschirmen. Der Wasserverbrauch schoss in die Höhe – von rund 24.000 Kubikmetern Wasser pro Stunde auf fast 36.000 Kubikmeter, wie die Wasserbetriebe mitteilten.
Cooling Breaks als willkommene Pause
Auch die neu eingeführten temperaturunabhängigen Trinkpausen, die in der 22. und 67. Minute stattfanden, nutzten viele für den schnellen Gang zur Toilette. Die Grafik zeigt auch hier einen erhöhten Wasserverbrauch. In der zweiten Halbzeit ließ die Auswertung nur wenigen Fans Zeit für eine Pause: Während Jamal Musiala, Nathaniel Brown, Deniz Undav und Kai Havertz vier weitere Tore erzielten, sank der Wasserverbrauch deutlich.
Erst kurz vor Schluss wieder mehr Spülungen
Erst kurz vor dem Abpfiff, mit einem Traumergebnis von 7:1 für Deutschland, wurde in Berlin wieder deutlich mehr Wasser durch die Rohre gespült als während der Partie. Die Berliner Wasserbetriebe veröffentlichen seit 2012 bei wichtigen Fußballspielen oder Turnieren die „Spülanalyse“. Auch bei der diesjährigen WM der Männer in den USA, Kanada und Mexiko zeigt das Landesunternehmen wieder den Wasserverbrauch während der Spiele mit deutscher Beteiligung sowie bei den K.o.-Runden.
„Während wichtiger WM-Spiele verzeichnen wir regelmäßig Spitzenwerte bei der Wasserabgabe: So verlassen unsere Werke kurz vor manchem Halbzeitpfiff rund 5000 Liter pro Sekunde“, teilen die Wasserbetriebe mit. „Kurz danach kann sich der Bedarf locker verdoppeln – allerdings nur für wenige Minuten, bis die Spülkästen wieder voll sind.“



