Tarifstreit in der WNBA beigelegt: Mündliche Einigung vor Saisonstart
WNBA: Tarifstreit durch mündliche Einigung beigelegt

WNBA und Spielerinnengewerkschaft erzielen mündliche Tarifeinigung

In dem langwierigen Tarifkonflikt der Women's National Basketball Association (WNBA) zeichnet sich wenige Wochen vor dem geplanten Saisonstart eine entscheidende Lösung ab. Am frühen Mittwochmorgen traten Vertreterinnen der nordamerikanischen Profiliga für Frauenbasketball und der Spielerinnengewerkschaft WNBAPA gemeinsam vor die Presse und verkündeten eine mündliche Einigung über die Bedingungen einer neuen Tarifvereinbarung.

Einigung als "bahnbrechender" Schritt für den Frauensport

WNBA-Commissioner Cathy Engelbert äußerte sich gegenüber Reportern von ESPN äußerst positiv über die erzielten Fortschritte. "Die in diesen Gesprächen erzielten Fortschritte stellen einen entscheidenden Schritt nach vorne für die Spielerinnen und die Liga dar", erklärte Engelbert. Sie betonte das gemeinsame Engagement für das weitere Wachstum des Sports und bezeichnete den Prozess als langwierig, aber lohnend. "Wir sind sehr stolz darauf, im Frauensport eine Vorreiterrolle einzunehmen. Diese Spielerinnen sind großartig, wir werden im Mai eine fantastische 30. Saison starten."

An der Pressekonferenz in der Lobby eines Hotels in Midtown Manhattan nahmen neben Engelbert auch führende Vertreterinnen der Spielerinnengewerkschaft teil:

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  • Terri Carmichael Jackson, Geschäftsführerin der WNBAPA
  • Nneka Ogwumike, Präsidentin der Gewerkschaft
  • Breanna Stewart und Alysha Clark als Vizepräsidentinnen
  • Brianna Turner als Schatzmeisterin

Details der Vereinbarung noch unter Verschluss

Konkrete Details der ausgehandelten Vereinbarung wurden von beiden Seiten noch nicht öffentlich gemacht. Die Vereinbarung muss zunächst noch von den Spielerinnen sowie von Seiten der WNBA offiziell ratifiziert werden. Dieser formelle Schritt steht zwar noch aus, doch die mündliche Einigung wird als entscheidender Durchbruch gewertet.

Breanna Stewart, die 2024 mit New York Liberty die Meisterschaft gewonnen hatte und an der Seite deutscher Nationalspielerinnen wie Nyara Sabally und Leonie Fiebich spielt, bezeichnete das Abkommen als "bahnbrechend". "Der Deal wird dazu beitragen, ein System aufzubauen, in dem jeder genau das bekommt, was er verdient – und noch mehr – sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon", so Stewart.

Saisonstartplanung bleibt unverändert

Laut Aussagen von Commissioner Engelbert konnten negative Auswirkungen auf den Spielplan der kommenden Saison vermieden werden. Die Vorbereitungsspiele sollen wie geplant am 25. April beginnen, während die reguläre Saison am 8. Mai 2026 starten wird. Damit scheint der Saisonstart der 30. WNBA-Saison gesichert zu sein.

Die Einigung markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der WNBA, die seit ihrer Gründung kontinuierlich um bessere Arbeitsbedingungen und faire Vergütung für die Spielerinnen kämpft. Die mündliche Vereinbarung unterstreicht den Willen beider Seiten, den Frauenbasketball auf professionellem Niveau weiterzuentwickeln und seine Position im internationalen Sport zu stärken.

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