VfL Wolfsburg hält an Daniel Bauer fest: Trainer bleibt vorerst im Amt
Die Zukunft von Daniel Bauer beim VfL Wolfsburg ist vorerst geklärt. Der Bundesligist bestätigte am Montag, dass der 43-jährige Trainer trotz der deutlichen 0:4-Niederlage beim VfB Stuttgart und der angespannten sportlichen Lage weiterhin das Team betreuen wird. Diese Entscheidung fiel nach intensiven Diskussionen innerhalb der Clubführung.
Clubführung analysiert Gesamtsituation nach Stuttgart-Debakel
Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen äußerte sich nach der Analyse der jüngsten Entwicklungen: „Wir haben die Gesamtsituation intensiv diskutiert und analysiert. Dabei sind wir zu der Auffassung gelangt, dass wir gemeinsam mit Daniel Bauer und seinem Trainerteam die richtigen Schlüsse ziehen, um gegen den HSV erfolgreich zu sein.“ Mit Blick auf das kommende Nordduell gegen den Hamburger SV am Samstag um 15:30 Uhr betonte Christiansen das Vertrauen in die Mannschaft.
Der dänische Sportchef, der selbst massiv in der Kritik steht, fügte hinzu: „Wir haben vollstes Vertrauen in die Mannschaft und sind überzeugt, dass sie über die notwendige Erfahrung und Qualität verfügt, um schnellstmöglich die erforderlichen Ergebnisse zu erzielen. Die sportliche Situation ist ernst, aber keineswegs aussichtslos.“ Trotz eines der teuersten Kader der Liga befindet sich der Volkswagen-Club aktuell auf dem 17. Platz der Bundesliga-Tabelle.
Bauer kritisiert interne Strukturen beim VfL
Daniel Bauer selbst äußerte sich nach dem enttäuschenden Spiel in Stuttgart mit deutlichen Worten zur Situation im Club: „Fakt ist, dass wir viele Strukturen ändern müssen. Die Atmosphäre und die Kultur innerhalb des Clubs sind aktuell nicht Bundesliga-tauglich.“ Diese Kritik an den internen Abläufen unterstreicht die tiefgreifenden Probleme, mit denen der Verein zu kämpfen hat.
Dennoch erhält der Trainer die Chance, die Mannschaft mindestens noch beim wichtigen Nordduell mit dem HSV zu betreuen. An diesem Montag leitete Bauer bereits das Training. Davor und danach fanden jeweils lange Gespräche mit Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen, Sportdirektor Pirmin Schwegler und Aufsichtsrats-Chef Sebastian Rudolph statt.
Historischer Hintergrund und alternative Kandidaten
Der langjährige U19-Trainer Daniel Bauer hatte beim VfL Wolfsburg im November zunächst interimsmäßig die Nachfolge des glücklosen Niederländers Paul Simonis angetreten. Kurz vor Weihnachten wurde er dann zum festen Chefcoach befördert. Seitdem ist der Verein jedoch in einer anhaltenden Krise gefangen und blieb in den letzten sieben Spielen sieglos.
Nach der deutlichen Niederlage in Stuttgart wurden bereits erste alternative Trainerkandidaten ins Gespräch gebracht. Dazu gehörte unter anderem Dieter Hecking, der mit den Wolfsburgern im Jahr 2015 den DFB-Pokal gewann und zuletzt beim VfL Bochum vorzeitig gehen musste. Trotz dieser Spekulationen entschied sich die Clubführung vorerst für Kontinuität und setzt weiter auf Daniel Bauer.



