Spätes Drama in der Frauen Champions League: Wolfsburg rettet Remis gegen Juventus
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League eine optimale Ausgangslage verpasst, aber durch späte Tore noch ein wertvolles 2:2-Unentschieden gegen Juventus Turin gerettet. Im Play-off-Hinspiel am Donnerstagabend zeigten die Wölfinnen eine bemerkenswerte Moral, nachdem sie zweimal in Rückstand geraten waren.
Spannende Partie mit wechselhaften Verlauf
Die Gäste aus Turin jubelten bereits in der sechsten Minute, als Ana Capeta nach einer Ecke zum frühen 1:0 für Juventus traf. Der Ball rutschte Wolfsburgs Torhüterin Stina Johannes aus kurzer Distanz durch die Hände. Nach der Halbzeitpause erhöhte Amalie Vangsgaard in der 61. Minute auf 2:0 für die Italienerinnen, nachdem ihr Schuss durch eine Abwehraktion von Caitlin Dijkstra unhaltbar abgefälscht wurde.
Späte Aufholjagd der Wolfsburgerinnen
Die Wende leitete Janina Minge in der 82. Spielminute ein. Nach einem Handspiel von Juventus-Spielerin Viola Calligaris verwandelte die deutsche Nationalspielerinnen-Stürmerin sicher vom Elfmeterpunkt zum 1:2. In der fünften Minute der Nachspielzeit sorgte dann Sarai Linder mit einem spektakulären Fernschuss für den endgültigen 2:2-Ausgleich und rettete den Wolfsburgerinnen einen wichtigen Punkt vor heimischem Publikum.
Entscheidung fällt im Rückspiel
Das Remis bedeutet, dass die Wolfsburgerinnen im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Turin (18.45 Uhr/Disney+) einen Sieg benötigen, um ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. Der Sieger dieses Play-off-Duells trifft in der nächsten Runde auf den französischen Rekordmeister Olympique Lyon. In der vergangenen Saison war der VfL Wolfsburg bereits im Viertelfinale am FC Barcelona gescheitert.
Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch hatte vor der Partie deutlich gemacht: "Das Viertelfinale ist unser Anspruch". Die Mannschaft um Ex-Nationalspielerin Alexandra Popp zeigte in der zweiten Halbzeit eine deutliche Steigerung und kämpfte sich trotz des doppelten Rückstands zurück ins Spiel. Besonders die späten Tore von Minge und Linder unterstreichen die mentale Stärke des deutschen Meisters.
Die Defensivprobleme der Wolfsburgerinnen bleiben jedoch ein Thema. Sowohl beim frühen Führungstreffer der Turinerinnen als auch beim zweiten Gegentor zeigten sich Schwächen in der Abwehrarbeit. Diese gilt es für das entscheidende Rückspiel in Italien dringend zu beheben, um die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse des europäischen Frauenfußballs zu wahren.



