VfL Wolfsburg: Sportdirektor Schwegler bekräftigt Überlebenswillen trotz Abstiegskampf
Wolfsburgs Schwegler: "Wir werden auch nächstes Jahr da sein"

VfL Wolfsburg in der Krise: Sportdirektor Schwegler äußert sich im Doppelpass

Die Situation beim VfL Wolfsburg spitzt sich weiter zu. Nach der bitteren 1:2-Niederlage am Samstag gegen Borussia Dortmund rutschten die Wölfe auf den 15. Platz der Bundesliga-Tabelle ab. Es war bereits die dritte Niederlage in Folge für den Krisenklub, der zuletzt nur am 17. Spieltag gegen St. Pauli mit 2:1 gewinnen konnte.

Schwegler: "Die letzten 13 Spiele sind Endspiele"

Im SPORT1 Doppelpass sprach Sportdirektor Pirmin Schwegler über die schwierige Lage. "Wir sind natürlich enttäuscht nach gestern", begann Schwegler seine Analyse. "Wir haben die letzten drei Halbzeiten sehr positiv gestaltet, sind aber auch nicht blauäugig. Die Konstanz fehlt uns momentan."

Dennoch zeigte sich der Sportdirektor zuversichtlich: "Die letzten Halbzeiten machen uns aber Mut und geben den Weg vor. Wir sehen die letzten 13 Spiele als Endspiele und so müssen wir in die Partien gehen."

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Volle Unterstützung für Trainer Daniel Bauer

Trotz des anhaltenden Negativlaufs hält Schwegler an Trainer Daniel Bauer fest, der Anfang November von Paul Simonis übernommen hatte. "Daniel ist sehr klar in seiner Kommunikation", betonte Schwegler. "Die letzten Kniffe und Akzente zeigen deutlich, dass er die Mannschaft erreicht. Es ist eine totale Überzeugung da, dass wir es gemeinsam schaffen werden."

Auch zu Mohamed Amoura, der beim Auswärtsspiel in Köln aus "disziplinarischen Gründen" nicht im Kader stand, gab es Klarstellung: "Die Angelegenheit ist zu 100 Prozent ausgeräumt. Wir haben seine Reaktion nach dem Spiel gesehen und ihn alle in den Arm genommen. Wir wissen genau, was wir an ihm haben - er wird ein entscheidender Faktor für uns sein."

Mentalität und Kampfgeist als Schlüssel

Vor dem bevorstehenden Abstiegskampf, der die Wölfe in den nächsten Wochen nach Leipzig, gegen Augsburg und nach Stuttgart führt, zeigte sich Schwegler nicht ängstlich. "Ich habe das Gefühl, dass verstanden worden ist, um was es geht", erklärte der Sportdirektor.

"Mentalität ist ein riesengroßes Wort, aber wenn ich unsere Sprint- und Laufwerte analysiere - wir sind Top 5 bei den Sprint-Werten - dann ist das ein klares Indiz dafür, dass die Mannschaft investiert. Diese Werte müssen wir in den kommenden Spielen immer wieder abrufen können."

"Wir werden kämpfen mit harter Arbeit und Leidenschaft"

Schwegler richtete auch klare Worte an alle Kritiker: "Ich weiß sehr wohl, dass nicht jeder Wolfsburg in der Bundesliga sehen möchte. Aber wir werden kämpfen - mit harter Arbeit, mit Leidenschaft und mit Fußball. Dann werden wir auch nächstes Jahr da sein, auch wenn es nicht jeder gerne sieht."

Diese Aussage war eine direkte Reaktion auf SPORT1-Experte Alfred Draxler, der zuvor behauptet hatte, Wolfsburg würde bei einem Abstieg "niemand eine Träne hinterherweinen".

Effenberg: "Es wird hart, aber möglich"

SPORT1-Experte Stefan Effenberg, der früher selbst für die Wölfe spielte, bewertete die Situation differenziert: "Ich sehe keine Mannschaft, die sich aufgegeben hat. Man muss jetzt auf die Kleinigkeiten aufbauen - das ist dann vor allem Psychologie."

Der ehemalige Profi zeigte sich vorsichtig optimistisch: "Ich glaube schon, dass sie die Klasse halten können, vielleicht sogar über die Relegation. Aber es wird zweifellos hart werden für den Verein."

Der VfL Wolfsburg steht aktuell nur aufgrund des besseren Torverhältnisses (-15) gegenüber Werder Bremen (-17) noch auf dem rettenden 15. Tabellenplatz. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der von Schwegler beschworene Kampfgeist tatsächlich in Punkte umgemünzt werden kann.

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