Woltemades WM-Problem: Null Minuten, aber Hoffnung gegen Ecuador
Woltemades WM-Problem: Null Minuten, Hoffnung gegen Ecuador

Nick Woltemade hat bei der Weltmeisterschaft noch keine einzige Minute auf dem Rasen gestanden. Der Stürmer der deutschen Nationalmannschaft, der in der WM-Qualifikation mit vier Toren maßgeblich zur Teilnahme beigetragen hatte, wurde in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht eingesetzt. Nun bietet sich im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) womöglich die letzte Chance auf einen Einsatz in der Vorrunde.

Woltemades Zwischenbilanz: Null Tore, null Minuten

Für den 24-Jährigen, der im Sommer 2025 als heißeste Personalie des deutschen Fußballs galt, ist die bisherige WM eine Enttäuschung. „Ich arbeite hart für meine Chance“, sagte Woltemade dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Doch auf dem Platz konnte er seine Qualitäten noch nicht zeigen. Auch beim Federball im Teamquartier, wo er sich mit Kai Havertz ein kesses Wortduell lieferte, war er präsent – aber auf dem Spielfeld fehlt ihm die Gelegenheit.

Woltemade, der bei Newcastle United im ersten Halbjahr 2025 nur ein Tor erzielte und oft defensiv eingesetzt wurde, hofft nun auf die Partie gegen Ecuador. „Wir kriegen den als Team definitiv hin“, hatte Nagelsmann vor dem Turnier versprochen. Dieses Versprechen ist jedoch noch nicht eingelöst.

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Warum Woltemade bisher nicht zum Zug kam

Ein Grund für die mangelnde Einsatzzeit ist die starke Konkurrenz im Angriff. Kai Havertz, der im Vorjahr verletzt fehlte, ist in Topform und gesetzt. Deniz Undav, der aus Stuttgart kommende Stürmer, hat sich als Joker einen Namen gemacht und traf bereits dreimal bei der WM. Zudem soll Jamal Musiala auf der Zehnerposition zaubern, die Woltemade ebenfalls besetzen könnte. „Er ist im Moment überall hinten dran“, analysiert ein Beobachter.

Nagelsmann hatte mehrfach betont, dass er auf Woltemade setzt, doch die Umsetzung blieb bisher aus. Gegen Ecuador, wo es für den bereits qualifizierten Gruppensieger Deutschland um nichts mehr geht, könnte der Bundestrainer rotieren. Allerdings wird Woltemades Name nicht zuerst genannt, wenn es um mögliche Änderungen geht.

Die letzte Chance im Big Apple?

Sollte Woltemade auch gegen Ecuador nicht zum Einsatz kommen, stellt sich die Frage, wann er überhaupt noch eine Chance bekommt. Das WM-Finale in East Rutherford, New Jersey, direkt gegenüber von New York City, wäre der ideale Ort für ein Comeback. „Big Nick“, wie sein Spitzname lautet, könnte im Schatten der Skyline des Big Apple endlich auf dem WM-Rasen auflaufen – und nicht nur auf dem Federball-Platz im DFB-Quartier.

Die Stimmung im Team ist trotz der ungeklärten Situation positiv. Woltemade bleibt ein fröhlicher Zeitgenosse und Teamplayer. Selbst die Sticheleien von Havertz – „Bruder, sehe ich aus wie ein Handballer oder wie ein Fußballer?“ – nimmt er mit einem Lachen. Sein besonderer Karriereweg, der ihn spät in die Bundesliga führte, ist für ihn keine Schwäche.

Fazit: Warten auf die Bewährungschance

Für Nick Woltemade geht es gegen Ecuador um alles oder nichts. Eine Einwechslung oder sogar ein Startelfeinsatz könnten seine WM retten. Doch die Konkurrenz ist hart, und Nagelsmanns Versprechen ist noch nicht eingelöst. Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Stürmer seine Chance bekommt – oder ob die WM für ihn ohne Spielminuten endet.

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