Spektakuläre Enthüllung: Xavi packt über gescheiterte Messi-Rückkehr aus
Im Jahr 2023 stand der argentinische Superstar Lionel Messi kurz vor einer emotionalen Rückkehr zum FC Barcelona. Nach zwei Jahren bei Paris Saint-Germain verspürte der Weltmeister von 2022 den starken Wunsch, wieder in den blau-granatroten Farben zu spielen. Doch am Ende kam es nicht zu diesem spektakulären Transfer – und laut den jüngsten Aussagen von Ex-Trainer Xavi Hernández trug dafür vor allem Präsident Joan Laporta die Verantwortung.
LaLiga hatte keine Einwände gegen Messis Rückkehr
Xavi, der von 2021 bis 2024 als Cheftrainer bei Barcelona aktiv war, hat in einem ausführlichen Interview mit der katalanischen Zeitung La Vanguardia bisher unbekannte Details preisgegeben. Demnach hatte die spanische Liga keinerlei Bedenken gegen eine Rückkehr des Rekordspielers. Die Verhandlungen zwischen Messis Vater Jorge und dem Verein waren bereits weit fortgeschritten.
„Leo war praktisch verpflichtet“, erklärte der 46-jährige Xavi. „Im Januar 2023, direkt nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Katar, haben wir wieder miteinander gesprochen, und er teilte mir mit, dass er große Lust auf eine Rückkehr hätte.“ Die Gespräche zogen sich über mehrere Wochen hin, bis Xavi schließlich grünes Licht für die finale Abstimmung mit der Vereinsführung erhielt.
Laportas Kehrtwende belastete Beziehungen
Doch dann kam die überraschende Wendung: Präsident Joan Laporta, der zunächst Verhandlungen mit Messis Vater aufgenommen hatte, warf laut Xavis Darstellung plötzlich alles über den Haufen. Wörtlich soll Laporta seinem Trainer gesagt haben, er würde „Leo den Krieg erklären“, sollte dieser tatsächlich zurückkehren – eine Konfrontation, die sich der Präsident finanziell und machtpolitischer nicht leisten könne.
Diese Entscheidung traf Messi zutiefst. „Leo nahm plötzlich meine Anrufe nicht mehr entgegen, weil man ihm gesagt hatte, dass es nicht möglich sei“, schilderte Xavi die folgende Entfremdung. „Er dachte, ich sei in die Sache verwickelt. Das hat meine Beziehung zu Leo sehr belastet, aber jetzt ist sie wieder gut.“
Kontrolle über den Verein als entscheidender Faktor
Xavi stellte in seinen Ausführungen klar, dass weder die Liga noch angeblich überzogene Gehaltsforderungen der Grund für das Scheitern waren. „Leo ist nicht zu Barca zurückgekehrt, weil der Präsident ihn nicht wollte“, betonte der Ex-Trainer. „Die Entscheidung lag beim Präsidenten und seinem Umfeld. Sie haben ihm ausrichten lassen, dass sie sich das nicht leisten könnten, dass er die volle Kontrolle behalten müsse.“
Der Einfluss eines der größten Fußballer aller Zeiten wäre nach Ansicht des Weltmeisters von 2014 für Laporta schwer zu handhaben gewesen. Stattdessen entschied sich Messi schließlich für einen Wechsel in die amerikanische MLS zu Inter Miami.
Enthüllungen sorgen für neue Brisanz in Barcelona
Xavis Aussagen kommen zu einem höchst sensiblen Zeitpunkt – kurz vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen beim FC Barcelona. Die Enthüllungen bringen zusätzliche Unruhe in ein ohnehin bereits aufgeheiztes Klubumfeld und werfen ein neues Licht auf die internen Machtverhältnisse innerhalb des katalanischen Rekordmeisters.
Die Geschichte der gescheiterten Messi-Rückkehr bleibt damit nicht nur ein Fußballkrimi, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem Politikum innerhalb des Vereins, dessen Auswirkungen noch lange spürbar sein dürften.



