Zverev dominiert Angstgegner Fritz und steht im Wimbledon-Halbfinale
Zverev besiegt Fritz klar und erreicht Wimbledon-Halbfinale

Alexander Zverev hat mit einer dominanten Leistung seinen Angstgegner Taylor Fritz besiegt und steht erstmals im Halbfinale von Wimbledon. Der French-Open-Gewinner gewann das Viertelfinale gegen den US-Amerikaner überraschend klar mit 6:4, 6:4, 6:2. Nun fehlen dem deutschen Spitzenspieler nur noch zwei Siege zum Triumph beim Rasenklassiker in London.

Dominanter Auftritt gegen den Angstgegner

Zverev zeigte von Beginn an eine konzentrierte Vorstellung und ließ Fritz keine Chance. Nach 6:4, 6:4, 6:2 Stunden verwandelte der Tokio-Goldmedaillengewinner seinen ersten Matchball. Dabei hatte Zverev zuvor sieben Partien in Folge gegen Fritz verloren. „Es klingt großartig“, sagte Zverev zu seinem Halbfinale-Einzug. „Ich hoffe, noch zwei Matches zu spielen. Ich bin extrem glücklich im Halbfinale zu sein. Ich habe ein fantastisches Match gespielt.“

Halbfinale gegen Arthur Fery

Im Halbfinale am Freitag trifft Zverev auf den britischen Außenseiter Arthur Fery. Da der spanische Topstar Carlos Alcaraz verletzt fehlt, ist der Deutsche hinter Vorjahreschampion Jannik Sinner an Position zwei gesetzt. Zverev wird seiner Rolle bislang gerecht. Es ist insgesamt sein 12. Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. In Wimbledon reiht er sich als fünfter Deutscher in die Liste der deutschen Wimbledon-Halbfinalisten im Männer-Einzel ein – neben Boris Becker, Michael Stich, Rainer Schüttler und Tommy Haas.

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Zverevs außergewöhnliche Aussage

Bei mehr als 30 Grad Celsius im All England Club suchten die Zuschauer Schattenplätze, während Zverev die Hitze genoss. Nach einem kurzen nervösen Beginn wirkte er hellwach. Zum 2:1 nahm er dem Kalifornier den Aufschlag ab – dieses Break genügte für den ersten Satzgewinn. Beim Aufschlag zum Satz wackelte Zverev kurz, löste die Situation aber mit erstklassigen Aufschlägen. „Wenn ich die Vorhand nicht 76 Meilen pro Stunde schlage, sondern mit 84 Meilen pro Stunde schlage, der Aufschlag mit 133 Meilen pro Stunde kommt, die Rückhand mit 80 Meilen pro Stunde kommt, werde ich das Match gewinnen“, hatte der Weltranglisten-Dritte angesichts seiner Form gesagt. „Es ist relativ simpel.“ Und er ließ seinen Worten Taten folgen.

Fritz holt den Physiotherapeuten

Fritz hatte in der Wimbledon-Vorbereitung mit Finalteilnahmen in Stuttgart und Halle geglänzt und dabei auch Zverev besiegt. In Halle hatte der Hamburger jedoch erhebliche Probleme mit seiner Diabetes-Erkrankung. Diesmal ließ der 28-jährige Fritz zu Beginn des zweiten Satzes den Physiotherapeuten rufen und sich rund um das Knie behandeln. Schon seit September beschäftigen Knieschmerzen den US-Amerikaner.

Zverev mit Freudenschrei beim Break

Zverev konnte sich auf seinen Aufschlag verlassen. Der Weltranglisten-Dritte war emotional, animierte das Publikum und feierte mit einem lauten Schrei das nächste Break zum 5:4, das die Vorentscheidung im zweiten Durchgang brachte. Vor zwei Jahren war Zverev in Wimbledon trotz einer 2:0-Satzführung an Fritz gescheitert, damals eingeschränkt durch eine Knieverletzung. Diese Negativserie gegen den Weltranglisten-Siebten begann damals. Nun soll der erste Sieg gegen den US-Amerikaner seit mehr als zwei Jahren den nächsten Schub für einen angestrebten Wimbledon-Erfolg geben.

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