Zverev klagt über „Rasenallergie“: Nieser vor Wimbledon-Auftakt
Zverev klagt über „Rasenallergie“ vor Wimbledon

Kurz vor dem Start des Rasenklassikers Wimbledon in London sorgte der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev für eine kuriose Szene. Vor versammelten Reportern musste er sich abrupt umdrehen, um heftig zu niesen. Doch rasch gab der 29-Jährige Entwarnung. Auf die Frage nach seinem Befinden antwortete er: „Mir geht's super. Es ist einfach nur ein Problem, dass wir auf Rasen spielen und ich eine Rasenallergie habe.“ Der beste deutsche Tennisspieler fügte hinzu: „Die habe ich ja jedes Jahr.“

Medizinischer Hintergrund der „Rasenallergie“

Wissenschaftlich gesehen existiert eine Rasenallergie im wörtlichen Sinne nicht. Wer auf Rasen mit Niesreiz reagiert, leidet meist unter einer Allergie gegen Gräserpollen und damit unter Heuschnupfen. Die Grashalme selbst sind selten der Auslöser. Dennoch bleibt Zverevs Spitzname für seine saisonale Beschwerde bestehen.

Neue Ära als Grand-Slam-Sieger

Anders als in den Vorjahren tritt Zverev in diesem Jahr als Grand-Slam-Sieger in Wimbledon an. Vor drei Wochen erfüllte er sich mit dem Triumph bei den French Open in Paris einen lang gehegten Traum. Zuvor hatte der langjährige Weltklassespieler nie eines der vier großen Major-Turniere gewonnen. „Es fühlt sich schon anders an“, erklärte Zverev. „Mit mehr Freude einfach, mehr Freiheit irgendwo auch. Weil ich weiß, dass ich einen gewonnen und ich es geschafft habe.“

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Dennoch betont der Olympiasieger von 2021, dass sich sein Leben durch den Grand-Slam-Titel nicht grundlegend verändert habe. „Natürlich gibt es eine gewisse innere Zufriedenheit“, so Zverev. „Aber abgesehen davon hat sich mein Leben nicht groß verändert. Ich genieße bestimmte Dinge abseits des Platzes, und das werde ich auch weiterhin tun – egal, ob ich mit meinen Freunden Golf spiele oder mit meiner Tochter in den Kinderclub gehe. Man lebt einfach weiter.“

Ambitionen in Wimbledon

In Wimbledon greift Zverev nun nach dem nächsten großen Titel. Wegen der verletzungsbedingten Absage des Spaniers Carlos Alcaraz ist der Weltranglistendritte an Position zwei gesetzt, hinter Jannik Sinner aus Italien. Zverev sieht sich als Titelanwärter. Am Dienstag startet er in der ersten Runde gegen den Belgier Alexander Blockx ins Turnier.

Wimbledon ist traditionell Zverevs schwächstes Grand-Slam-Turnier – über das Achtelfinale kam er bisher nie hinaus. „Aber ich persönlich habe dieses Jahr ein anderes Gefühl. Ich habe das Gefühl, dass ich gut vorbereitet bin“, sagte Zverev. „Ich habe das Gefühl, dass ich im Moment gutes Tennis spiele, und ich werde alles tun, was ich kann, um das auf dem Tennisplatz zu zeigen.“

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