Trump bestätigt US-Angriffe auf Iran und droht mit Vernichtung
Trump bestätigt US-Angriffe auf Iran und droht mit Vernichtung

Trump bestätigt US-Angriffe und droht Iran mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump hat neue Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran bestätigt und dem Land mit Vernichtung gedroht. Auf der Plattform Truth Social teilte Trump am Samstag (Ortszeit) mit, getroffen worden seien Lager für Raketen und Drohnen sowie Radarstellungen an der Küste. Als Grund nannte er die Verletzung eines Waffenstillstandsabkommens durch den Iran. „Es könnte der Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, die Arbeit, die wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu Ende zu bringen“, schrieb Trump weiter. „Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.“

Die US-Angriffe auf den Iran sind einem Bericht des Senders Fox News zufolge „abgeschlossen“. Der Sender beruft sich dabei auf einen Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. Zuvor hatte das US-Militär mitgeteilt, als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Handelsschiff Ziele im Iran anzugreifen.

US-Streitkräfte führen zweiten Vergeltungsschlag durch

US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag gegen den Iran verübt. Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen. Es ist der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben – als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag.

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Das iranische Außenministerium verurteilte die jüngsten US‑Luftangriffe auf mehrere Ziele an der Südküste des Landes scharf. Es handele sich um einen „offenkundigen Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung, die die Nachrichtenagentur Isna verbreitete. Der Iran werde seine Souveränität, Sicherheit und nationalen Interessen mit aller Kraft verteidigen.

Iranische Revolutionsgarde meldet Angriffe auf US-Standorte

Die iranische Revolutionsgarde selbst hat Angriffe auf mit der US-Armee in Verbindung stehende Ziele eingeräumt. In einer Erklärung, die die Revolutionsgarde am Samstag über die staatliche Nachrichtenagentur Irna verbreiten ließ, hieß es, es seien mehrere Standorte der „US-Terrorarmee in der Region“ ins Visier genommen worden. Welche Gebiete angegriffen wurden, teilte die Revolutionsgarde nicht mit. Als Reaktion auf US-Angriffe auf den Iran haben die Iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben zurückgeschlagen. Die Marineeinheiten hätten Standorte der US-Streitkräfte in der Region angegriffen, hieß es in einer Stellungnahme, die vom Staatsrundfunk verbreitet wurde. Auch das iranische Außenministerium in Teheran berichtete von Angriffen auf Ziele mit Verbindungen zu US-Streitkräften.

Die US-Angriffe verstießen gegen die UN-Charta und ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den Ländern, wie das Außenministerium mitteilte. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Eine Bestätigung von US-Seite stand zunächst aus.

Britisches Militär meldet Angriff auf Tanker in Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist nach Angaben des britischen Militärs ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte am Samstag mit, die Besatzung sei in Sicherheit. Zudem soll eine Schifffahrtsroute nahe der Küste Omans ausgeweitet werden. Die Strecke solle künftig sowohl von in den Persischen Golf einlaufenden als auch auslaufenden Schiffen genutzt werden können, teilte das Gemeinsame Maritime Informationszentrum am Samstag mit. Beobachter werteten den Schritt als Warnung an Teheran, dass die USA die Wiedereröffnung der Meerenge durchsetzen wollen. Der Iran besteht darauf, dass Schiffe in der Straße von Hormus iranischen Anweisungen folgen müssen. Auch künftige Gebühren für die Passage hat Teheran nicht ausgeschlossen.

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Bahrain verurteilt iranische Drohnenangriffe auf eigenes Staatsgebiet

Nach erneuten Angriffen zwischen den USA und dem Iran hat der Golfstaat Bahrain einen iranischen Drohnenangriff gemeldet. Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angegriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains. In dem Königreich im Persischen Golf ist die 5. US-Flotte stationiert. Bahrain verurteilt die Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet. Das Königreich behält sich das Recht vor, seine Souveränität und Sicherheit zu verteidigen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. Der Iran hatte zuvor mitgeteilt, Angriffe auf Ziele mit Verbindungen zu US-Streitkräften in der Region ausgeführt zu haben. Genaue Angaben zu den Zielen oder deren Lage macht die Regierung in Teheran jedoch nicht.

Hisbollah-Chef bezeichnet Abkommen Libanons mit Israel als „Schande“

Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim hat das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon als „Erniedrigung“, „Schande“ und „Verzicht auf die Souveränität“ bezeichnet und dessen Aufhebung gefordert. An die libanesische Regierung gerichtet, sagte Kassim einem Statement des Hisbollah-TV-Senders al-Manar zufolge, es sei an der Zeit von Fehlentscheidungen abzurücken. Diese würden den Libanon zugrunde richten. Kassim kritisierte insbesondere, dass ein israelischer Rückzug aus dem Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Dies überschreite „rote Linien“, ermögliche Israel Einfluss auf innere Angelegenheiten des Libanon und legitimiere eine fortgesetzte Besatzung.

Israel bestätigte einen Drohnenangriff im Südlibanon. Das Militär teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, es habe den Schlag mit einer Drohne ausgeführt, da sich keine eigenen Truppen in der unmittelbaren Umgebung befänden. Ziel sei eine Person gewesen, die eine Bedrohung für die israelischen Streitkräfte dargestellt habe.

Weltschifffahrtsorganisation: Mindestens 2.500 Seeleute evakuiert

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO hat bis zur aktuellen Unterbrechung ihrer Mission in der Straße von Hormus etwa 2.500 festsitzende Seefahrer evakuieren können. Die zu Wochenbeginn gestartete Mission habe mindestens 115 Schiffe umfasst, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. In Reaktion auf den Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman unterbrach die IMO die Evakuierung dann vorläufig. Dominguez erwarte nun zunächst Sicherheitsgarantien, bevor man die Aktion fortsetze. Das betroffene Schiff habe sich nicht auf Durchfahrt im Rahmen des IMO-Evakuierungsplans befunden. Die UN-Sonderorganisation hatte am Dienstag angekündigt, 11.000 Seeleute aus der Region zu evakuieren. Die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus war wegen des Iran-Konfliktes wochenlang faktisch blockiert gewesen. Laut Dominguez sind seit Beginn des Iran-Kriegs 14 Seeleute bei mehr als 40 Angriffen auf Schiffe gestorben.

US-Vizepräsident JD Vance hat den Iran zur Kontaktaufnahme aufgefordert. Die Islamische Republik solle „ans Telefon gehen“, falls es Meinungsverschiedenheiten über die Waffenruhevereinbarung gebe, erklärte er in sozialen Medien. Gewalt werde jedoch mit Gewalt erwidert.