Alexander Zverev, der French-Open-Sieger, muss seinen angestrebten ersten Viertelfinaleinzug in Wimbledon verschieben. Das Achtelfinale des besten deutschen Tennisspielers gegen den Tschechen Jiri Lehecka wurde am späten Montagabend aufgrund der Sperrstunde beim Londoner Rasen-Grand-Slam-Turnier abgebrochen. Der Spielstand betrug 6:4, 7:5, 3:3 aus Zverevs Sicht. Die Partie wird am Dienstag fortgesetzt.
Warum das Spiel unterbrochen wurde
Anders als bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren gilt in Wimbledon eine strikte Sperrstunde um 23:00 Uhr Ortszeit (24:00 Uhr MESZ). Diese Regelung dient dem Lärmschutz der Anwohner und soll sicherstellen, dass die Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause kommen können. Da die ersten beiden Matches des Tages auf dem Centre Court länger dauerten, betrat Zverev den Platz erst um 20:41 Uhr Ortszeit. Die Partie gegen den Weltranglisten-14. Lehecka begann daher zu spät, um vor Mitternacht abgeschlossen zu werden.
Zverevs Ausgangslage
Zverev hatte einen guten Start in die Partie und gewann die ersten beiden Sätze mit 6:4 und 7:5. Im dritten Satz stand es 3:3, als die Partie unterbrochen wurde. Der Deutsche hat somit eine vielversprechende Position für die Fortsetzung am Dienstag. Sollte er das Match gewinnen, würde er im Viertelfinale am Mittwoch auf seinen Angstgegner Taylor Fritz treffen. Der US-Profi, gegen den Zverev bereits siebenmal in Serie verloren hat, setzte sich in seinem Achtelfinale gegen den Kasachen Alexander Bublik mit 7:6 (7:1), 6:4, 6:4 durch.
Hintergrund zur Sperrstunde
Die Sperrstunde in Wimbledon ist eine Besonderheit im Vergleich zu den anderen Grand-Slam-Turnieren. Während in Melbourne, Paris und New York oft bis in die frühen Morgenstunden gespielt wird, legt Wimbledon Wert auf Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Diese Regelung führte in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Spielunterbrechungen, wie auch im Fall von Zverev.



