Blutiger Handball-Krimi: THW Kiel triumphiert trotz Verletzung von Hendrik Pekeler
In einem atemberaubenden Handball-Spektakel der Bundesliga hat der THW Kiel einen knappen 28:27-Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen errungen. Das Spiel entwickelte sich zu einem wahren Krimi, der durch eine blutige Verletzung von THW-Star Hendrik Pekeler zusätzlich dramatisiert wurde.
Schrecksekunde mit blutender Nase
In der 27. Spielminute kam es zu einem folgenschweren Zusammenprall: Der Kopf von Steven Plucnar Jacobsen traf die Nase des verteidigenden Hendrik Pekeler. Der 34-jährige Kreisläufer hielt sich zwar die Hand vor die Nasenlöcher, konnte jedoch nicht verhindern, dass Blut herausgeschossen kam und über seinen Handrücken lief. Pekeler musste umgehend auf die Bank, wo er erstversorgt wurde. Mit einem Tampon in der Nase ging er zur Halbzeitpause in die Kabine.
Starker Start der Rhein-Neckar Löwen
Die Löwen starteten überragend in die Begegnung und führten nach nur fünf Minuten mit 4:0. Zur Pause stand es 15:12 für die Mannheim. Löwen-Sportchef Uwe Gensheimer kommentierte: „Ein sehr konzentrierter Start. Mit David hinten dran, der die Rückraumwürfe ganz gut wegnimmt.“ Torwart David Späth, einer der deutschen Silber-Helden der EM, kam bis zur Pause auf sieben Paraden.
Sein Nationalmannschaftskollege Andreas Wolff im Kieler Tor hatte weniger zu tun und musste nach nur drei Paraden in der 23. Minute auf die Bank. Sein Ersatz Gonzalo Pérez de Vargas kassierte gleich das 13:8 von Patrick Groetzki.
Kiel kämpft sich zurück
Lukas Laube vom THW Kiel analysierte die erste Halbzeit: „Wir verwerfen vorn einfach zu viele Bälle. Die müssen wir jetzt reinmachen und besser zurücklaufen.“ Nach der Pause kehrte Hendrik Pekeler mit Tampon in der Nase zurück und warf direkt das 16:14. Das Spiel wurde zunehmend intensiver und körperbetonter.
Kiels Veron Načinović räumte Edwin Aspenbäck ab und erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe. Der Rekordmeister kämpfte verbissen um den Ausgleich, der in der 50. Minute durch Elias Ellefsen á Skipagøtu gelang: 22:22. Torwart David Späth, der bis dahin auf zehn Paraden gekommen war, war bei diesem Wurf machtlos.
Weitere Verletzungssorgen beim THW Kiel
Kurz darauf sorgte eine weitere Verletzung für Aufregung: Domagoj Duvnjak winkte aufgeregt zu den Schiedsrichtern und zeigte ein Problem an. Ein Ringfinger des Kielers war ausgekugelt worden, wurde an der Seite fix wieder eingerenkt und getapt. Die Szene ließ Zuschauer frösteln.
Dramatischer Schluss und Kieler Sieg
Mit dem letzten Angriff des Spiels holte sich der THW Kiel dann doch noch den verdienten Sieg. Eric Johansson knallte das entscheidende 28:27 in die Kiste. Was für ein verrücktes und emotionsgeladenes Spiel! Dieser Sieg könnte in der engen Tabellensituation des THW Kiel von großer Bedeutung sein, während die Rhein-Neckar Löwen eine bittere Niederlage hinnehmen mussten.
Die Bundesliga zeigt einmal mehr, warum sie zu den spannendsten Handball-Ligen der Welt zählt. Mit solchen Krimis und persönlichen Dramen wie der Verletzung von Hendrik Pekeler bleibt der Handballsport unberechenbar und faszinierend zugleich.



