Handball-Final4: Borussia Dortmund nach 29 Jahren wieder DHB-Pokalsieger
BVB-Frauen holen nach 29 Jahren DHB-Pokal

Historischer Triumph: Borussia Dortmunds Frauen holen nach 29 Jahren den DHB-Pokal

Fast drei Jahrzehnte lang mussten die Handballerinnen von Borussia Dortmund auf diesen Moment warten. Nun ist es endlich so weit: In der ausverkauften Porsche-Arena in Stuttgart haben die Dortmunderinnen den begehrten DHB-Pokal zurückerobert. Mit einem souveränen 30:25 (15:11) gegen die HSG Bensheim/Auerbach sicherten sie sich vor 3989 begeisterten Fans – einer Rekordkulisse für das Frauenfinale – ihren zweiten Titel nach dem Erfolg von 1997.

Eine Premiere im Finale

Das Endspiel des Jahres 2026 markiert eine historische Premiere. In der 51-jährigen Geschichte des DHB-Pokals standen sich die HSG Bensheim/Auerbach und Borussia Dortmund noch nie in einem Finale gegenüber. Die Spannung war dementsprechend groß, als die beiden Teams in der voll besetzten Arena aufeinandertrafen.

Prominente Unterstützung und starke Leistung

Vor den Augen zahlreicher Prominenter, darunter BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch, DHB-Präsident Andreas Michelmann und Handball-Legende Stefan Kretzschmar, der seine Tochter anfeuerte, starteten die Dortmunderinnen fulminant. Die Vize-Weltmeisterinnen übernahmen von Beginn an die Initiative und setzten ihre Spielweise konsequent um.

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Alina Grijseels, die mit sechs Treffern eine herausragende Leistung zeigte, führte klug die Regie im Angriff. In der Abwehr sorgte Torhüterin Sarah Wachter mit wichtigen Paraden für Sicherheit. Bensheim, das mit Silber-Helden wie Nina Engel und Lucie-Marie Kretzschmar antrat, warf sich zwar mutig in die Dortmunder Deckung, konnte aber nach einem frühen 4:4 (11. Minute) lange Zeit kein Tor erzielen. Zehn Minuten blieb das Bensheimer Tor unangegriffen, während der BVB auf 12:7 (23. Minute) davonzog und mit 15:11 in die Halbzeitpause ging.

Bensheims Rückschläge und Dortmunder Dominanz

Nach der Pause traf Bensheim ein doppelter Schlag: Lucie-Marie Kretzschmar stürzte in der 34. Minute auf die linke Hüfte, konnte aber weiterspielen. Noch schwerer wog die Abschlussschwäche von Nina Engel, die an diesem Tag nur vier von elf Würfen verwandelte. Diese Problematik zog sich durch das gesamte Bensheimer Team. Zwar kamen die Flames noch einmal auf 18:19 (42. Minute) heran, doch die Rote Karte für Meike Schmelzer nach einem Foul an Alina Grijseels in der 44. Minute setzte dem Aufholversuch ein jähes Ende. Innerhalb von nur fünf Minuten baute Dortmund den Vorsprung wieder auf vier Tore aus und ließ sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen.

Spannendes Spiel um Platz drei

Das Spiel um die Bronzemedaille war bis zum Schluss hart umkämpft. Blomberg-Lippe und der HC Thüringen lieferten sich ein packendes Duell, bei dem beide Teams zeitweise mit drei Toren führten. Die entscheidende Phase gehörte Blomberg-Lippe: Nach einem 19:21-Rückstand in der 58. Minute drehten die Nationalspielerinnen Nieke Kühne, Alexia Hauf und die erst 19-jährige Farrelle Njinkeu das Spiel noch und siegten mit 29:27.

HC-Trainer Herbert Müller hatte dabei auf seine beste Werferin, Johanna Reichert, verzichtet, um sie für das anstehende Viertelfinale der European League am 29. März gegen Nykobing aus Dänemark zu schonen. Stattdessen testete er seine gesamte Bank durch. Nieke Kühne von Blomberg-Lippe zeigte sich erleichtert: „Ich bin froh, dass wir das Spiel noch umbiegen konnten und mit einer Medaille nach Hause fahren. Das ist der Lohn, dass wir in dieser Saison bis jetzt nicht so schlecht unterwegs waren.“

Für den vierten Platz gab es keine Medaille, sondern ein Goodie-Bag. Kim Ott vom HC Thüringen schmunzelte: „Eine Powerbank und Schokolade, gar nicht so schlecht. Aber die Medaille wäre uns lieber gewesen.“

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