Deutsche Handball-Frauen meistern erste Prüfung nach WM-Silber
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat ihr erstes Länderspiel nach dem historischen WM-Silber im Dezember 2025 erfolgreich bestanden. Beim Auswärtsspiel in Celje setzten sich die DHB-Frauen mit 30:23 (16:15) gegen die slowenische Auswahl durch und bleiben damit in der EM-Qualifikation ungeschlagen.
Zäher Start, starke zweite Halbzeit
80 Tage nach dem WM-Endspiel von Rotterdam fehlte der Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch zunächst der gewohnte Flow. "Einfacher spielen", forderte der Trainer während einer Auszeit – doch die Umsetzung ließ auf sich warten. Die Spielerinnen wirkten in der ersten Halbzeit unpräzise, sowohl in der Abwehr als auch im Angriffsspiel.
Erst nach der Pause fand die deutsche Auswahl zu ihrer gewohnten Stärke zurück. Gegen die körperbetont spielenden Sloweninnen zeigten die DHB-Frauen deutlich mehr Biss und erarbeiteten sich ein komfortables Torpolster. Die gehäuften Zeitstrafen der Gastgeberinnen konnten den deutschen Siegeslauf nicht mehr aufhalten.
Emily Vogel als beste Torschützin
Leistungsträgerin Emily Vogel traf im slowenischen Celje siebenmal und war damit die erfolgreichste Werferin auf deutscher Seite. Die Abwesenheit der Abwehrspezialistinnen Xenia Smits und Aimée von Pereira war in der ersten Halbzeit noch spürbar, doch das Team kompensierte diese Ausfälle in der zweiten Spielhälfte zunehmend besser.
EM-Ticket zum Greifen nah
Mit nun drei Siegen in drei Spielen führt Deutschland die Qualifikationsgruppe 3 mit 6:0 Punkten klar an. Ein weiterer Sieg im Rückspiel gegen Slowenien am Sonntag in Heidelberg würde die vorzeitige Qualifikation für die Europameisterschaft im Dezember 2026 bedeuten. Die Endrunde wird vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei ausgetragen.
Bundestrainer Markus Gaugisch, der seinen Vertrag beim Deutschen Handballbund nach der WM bis 2028 verlängert hatte, kann mit dem Verlauf der Qualifikation bisher zufrieden sein. Im April warten noch die abschließenden Spiele gegen Belgien und Nordmazedonien, bevor am 16. April in Kattowitz die Auslosung für das EM-Turnier erfolgt.



