DHB-Frauen vor monatelanger Länderspielpause: „Das ist schon krass“
DHB-Frauen vor langer Länderspielpause

DHB-Frauen vor monatelanger Länderspielpause: „Das ist schon krass“

Nach einem überzeugenden 45:25-Sieg gegen Belgien in der ausverkauften Hamm-Arena steht das deutsche Handball-Nationalteam der Frauen vor einer ungewöhnlich langen Pause. Bundestrainer Markus Gaugisch muss seine Vizeweltmeisterinnen nun ganze fünf Monate lang nicht im DHB-Trikot sehen, bevor die Vorbereitung auf die Europameisterschaft beginnt.

Makellose Qualifikation als Grundlage

Die DHB-Frauen schlossen ihre EM-Qualifikationsgruppe mit sechs Siegen aus sechs Spielen und einem perfekten Punktestand von 12:0 ab. Die letzten beiden Partien gegen Nordmazedonien (35:27) und Belgien stellten zwar keine echte Herausforderung dar, doch Gaugisch nutzte die einseitigen Begegnungen geschickt für wichtige Tests unter Wettkampfbedingungen.

„Wir brauchen einen Standard, und auf diesem Standard aufbauend geht es dann weiter“, erklärte der 51-jährige Bundestrainer bei ProSieben MAXX. Bei der EM-Endrunde in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei vom 3. bis 20. Dezember wolle er „nicht bei Null anfangen“.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Junge Talente überzeugen

Im Spiel gegen die überforderten Belgierinnen glänzte Kapitänin Antje Döll als beste Schützin mit sieben Treffern. Spielmacherin Alina Grijseels feierte an ihrem 30. Geburtstag einen gelungenen Abend vor 2.311 Zuschauern. „Es soll ein Startschuss sein. Wir wollten auf jeden Fall die Leute auch begeistern. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen“, resümierte Grijseels nach dem Kantersieg.

Besonders beeindruckt zeigten sich die erfahrenen Spielerinnen von den jungen Talenten im Kader. Jenny Behrend, die in Hamm ihr 100. Länderspiel bestritt, lobte: „Die haben sich die ganze Woche sehr gut präsentiert, sind super hungrig.“ Gaugisch sieht in der Energie der Neuen zugleich eine wichtige Botschaft an die etablierten Kräfte.

Vollgas ab September

Erst im September wird der DHB-Coach seine Mannschaft wieder zusammenrufen. Zwei Länderspiel-Fenster im September und Oktober stehen noch vor Beginn der unmittelbaren EM-Vorbereitung an, die Gegner sind dabei noch offen. „Das Ziel muss sein, Stück für Stück weiterzumachen und ab September wieder Vollgas in Richtung EM zu geben“, betonte Gaugisch. „Damit wir diese Form und Qualität, die wir bei der WM hatten, wieder erreichen können.“

Mehr Klarheit für die Aufgabe im kommenden Winter erhält der Bundestrainer bereits am Donnerstag, wenn in Kattowitz die EM-Gruppen ausgelost werden. Dann entscheidet sich auch, wo Deutschland bei der Endrunde antreten wird. Bis dahin bleibt den Spielerinnen jedoch erst einmal eine ungewöhnlich lange Pause von internationalen Pflichtspielen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration