DRHV kassiert dritte Niederlage in Folge gegen Ludwigshafen
Der Dessau-Roßlauer HV hat am Samstagabend in der Handball-2.Liga eine enttäuschende Heimniederlage gegen die Eulen Ludwigshafen hinnehmen müssen. Mit einem Endstand von 27:30 verlor das Team von Trainer Vanja Radic zum dritten Mal in Folge und konnte die gute Ausgangsposition der Hinrunde nicht halten. Bemerkenswert waren dabei 21 Paraden von Torwart Philip Ambrosius, die jedoch nicht für einen Sieg oder auch nur einen Punkt ausreichten.
Kämpferischer Einsatz, aber mangelnde Chancenverwertung
Der Mini-Kader des DRHV – es fehlten Kapitän Luka Baumgart, Tim Hertzfeld, Yannick Danneberg und Niklas Döbbel – lag zur Halbzeit mit 12:14 zurück. Vor allem der Rückraum zeigte eine katastrophale Wurfquote, was die frühe Führung der Gäste begünstigte. In der zweiten Halbzeit war der Mannschaft kämpferisch nichts vorzuwerfen; mehrfach gelang der Ausgleich, und es gab Chancen, das Spiel zu drehen. Doch in der konfusen Schlussphase versagte das Team erneut in der Chancenverwertung, vergab zwei Siebenmeter und mehrere völlig freie Würfe von Außen.
Die Abwesenheit von Tim Hertzfeld wurde besonders spürbar, als Julius Drachau am Kreis aushelfen musste, um Valentin Neagu eine Verschnaufpause zu ermöglichen. Neagu erzielte immerhin fünf Tore, aber die Gesamtleistung reichte nicht aus. Mittlerweile hat der DRHV nur eines der letzten acht Spiele gewonnen, was die Teamdynamik deutlich belastet.
Personalprobleme und Zukunftsperspektiven
Die Niederlage fiel in eine englische Woche, die die Kräfte des Teams stark zehrte. Zudem gab es am Freitag die Bekanntgabe, dass Tim Hertzfeld seinen Trainingsschwerpunkt nach Leipzig verlegt hat. Der Kreisläufer wird am Sonntag, den 1. März, den SC DHfK Leipzig gegen den Bergischen HC verstärken, was weitere Personalengpässe für den DRHV bedeutet. Diese Entwicklungen unterstreichen die aktuellen Herausforderungen, vor denen das Team steht, und werfen Fragen zur weiteren Saisonplanung auf.
Insgesamt bleibt der DRHV trotz kämpferischer Ansätze in einer schwierigen Phase, die dringend eine Trendwende erfordert, um nicht in der Tabelle weiter abzurutschen.



