Füchse Berlin erleiden erste Heimpleite in der Champions League
Die Füchse Berlin haben in der Handball-Champions-League eine historische Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den polnischen Meister Industria Kielce unterlagen die Berliner in der Max-Schmeling-Halle mit 31:33 (13:15) und kassierten damit ihre erste Heimpleite in diesem Wettbewerb. Vor 8611 Zuschauern zeigte sich das Team trotz der bereits feststehenden Qualifikation für das Viertelfinale kämpferisch, konnte die starken Gäste aber nicht bezwingen.
Qualifikation schon vor dem Spiel gesichert
Die sportliche Bedeutung dieser Niederlage ist begrenzt, denn die Füchse Berlin hatten sich bereits vor dieser Partie für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert. Dennoch bedeutet die Pleite einen Rückschlag im Kampf um den Gruppensieg, da der dänische Konkurrent Aalborg nun noch an den Berlinern vorbeiziehen könnte. Die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert zeigte von Anfang an vollen Einsatz, von Schonung aufgrund der vorzeitigen Qualifikation war nichts zu spüren.
Schwierigkeiten gegen physische Abwehr der Polen
Die Berliner hatten insbesondere in der ersten Halbzeit große Probleme, die extrem physische Abwehr der polnischen Gäste zu überwinden. Meist gelang dies nur dem dänischen Welthandballer Mathias Gidsel, der mit zehn Treffern bester Berliner Werfer wurde. Unterstützung erhielt er von Tobias Gröndahl, der neun Tore beisteuerte. Nach einem frühen 3:6-Rückstand glich das Team zwar mit einem 3:0-Lauf aus, ließ in der Folge aber zu viele Chancen ungenutzt.
Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen und spannendes Finale
Die Füchse Berlin hatten zudem Pech mit dem serbischen Schiedsrichter-Duo, das mehrere fragwürdige Entscheidungen zu Ungunsten der Heimmannschaft traf. Nach der Pause vergrößerte sich der Rückstand sogar auf vier Tore (13:17). Doch die Berliner kämpften sich zurück, verteidigten offensiver und brachten Kielce aus dem Rhythmus. In der 48. Minute gingen sie sogar mit 26:25 in Führung.
Das Spiel blieb bis zur letzten Minute äußerst spannend und ausgeglichen. Die endgültige Entscheidung fiel erst 22 Sekunden vor Schluss, als Daniel Dujshebaev für die polnischen Gäste zum 30:32 traf und damit den Sieg für Kielce besiegelte. Trotz der Niederlage können die Füchse Berlin mit Blick auf das bereits erreichte Viertelfinale zuversichtlich in die kommenden Aufgaben blicken.



