Fortuna Neubrandenburg erfüllt Pflicht in Wismar, lässt aber klareren Sieg aus
In der Handball-Oberliga der Männer hat der SV Fortuna 50 Neubrandenburg einen wichtigen Auswärtssieg erzielt, doch das Endergebnis hätte deutlich deutlicher ausfallen können. Beim Tabellenschlusslicht TSG Wismar setzten sich die Gäste mit 28:24 durch, nachdem sie zwischenzeitlich mit acht Toren in Führung lagen. Ein technisch unruhiger Spielverlauf und Fehler in der Schlussphase verhinderten jedoch ein klareres Resultat.
Schwieriger Start und späte Stabilisierung
Das Spiel begann für Fortuna Neubrandenburg alles andere als überzeugend. Nach einer Viertelstunde stand es lediglich 3:3, und auch bis zum 7:7 blieb die Partie ausgeglichen. Eine hohe Fehlerquote auf Seiten der Neubrandenburger sorgte dafür, dass sich zunächst kein Vorteil herausspielen ließ. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fand das Team von Coach Jörn Schläger zu mehr Stabilität. Kurz vor der Pause erzielte Maart Heering das 15:12, was die erste deutliche Führung markierte.
Vorsprung ausgebaut, dann Fehlerschleife
Nach dem Seitenwechsel baute Fortuna den Vorsprung kontinuierlich aus. Knapp zehn Minuten vor Spielende führten die Gäste bereits mit 27:19, also acht Toren Unterschied. „Da hätten wir den Sack endgültig zumachen und noch viel höher führen müssen. Doch da sind wir wieder in die Fehlerschleife vom Spielbeginn geraten“, kritisierte Schläger im Nachgang. Obwohl der Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet, nutzte Wismar die Schwächephase und verkürzte auf 24:27. Den endgültigen Schlusspunkt setzte Nachwuchsspieler John Pillath in der letzten Sekunde per Siebenmeter zum 28:24.
Torhüter und Nachwuchs als Stützen
Über die gesamte Spielzeit hinweg erwiesen sich die Torhüter Niklas Schröter und Philipp Hoefs als verlässliche Stützen. Besonders nach der Pause waren sie ein entscheidender Faktor, als sich Fortuna absetzte. Mit einigen wichtigen Paraden in der Schlussphase verhinderten sie, dass die Begegnung noch einmal spannend wurde. Zudem feierte Rudi Wenda auf der Kreisposition sein Debüt in der Oberliga. Der erst 17-jährige Nachwuchsmann spielte knapp 20 Minuten und erhielt von Coach Schläger Lob für seine Leistung.
Die Torschützen für Fortuna Neubrandenburg waren:
- Pillath: 1 Tor
- Gutjahr: 3 Tore
- Gruhn: 1 Tor
- Wolski: 1 Tor
- Heustreu: 5 Tore
- Chlabicz: 6 Tore
- Heering: 3 Tore
- Gmerek: 1 Tor
- Rütz: 5 Tore
- Wille: 2 Tore
Insgesamt bleibt die Bilanz gemischt: Ein Pflichtsieg wurde eingefahren, doch das Potenzial für ein deutlicheres Ergebnis wurde nicht voll ausgeschöpft. Für die Mannschaft bedeutet dies weiterhin Arbeit an der Konstanz und Fehlervermeidung in kommenden Spielen.



